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Ästhetische Zahnmedizin
Kieferorthopädie
Oralchirurgie


Ästhetische Zahnmedizin

Die Zähne bestimmen in entscheidender Weise das Gesamterscheinungsbild des Menschen. Zähne machen Eindruck - positiv aber auch negativ.

Die ästhetische Zahnmedizin oder ästhetische Zahnheilkunde ist ein Ansatz der Zahnmedizin, zahnmedizinische Anwendungen nicht nur auf ein gesundes Kauorgan auszurichten, sondern gleichzeitig auch ästhetische Gesichtspunkte in besonderem Maße zu erfüllen.

Das Lächeln eines Menschen ist attraktiv, wenn es unseren allgemeinen ästhetischen Vorstellungen entspricht. Ästhetik kann als Wissenschaft des Schönen bezeichnet werden. Bei allen Behandlungsmaßnahmen am Gebiss des Menschen müssen die Regeln der Ästhetik beachtet werden, um neben der guten Funktionalität in Bezug auf Kauen und Sprechen auch einen harmonischen schönen Gesichtsausdruck des Menschen zu erzielen.

Rein ästhetische Behandlungen sind in der Zahnmedizin zuweilen durchaus medizinisch angezeigt, wenn eine Fehlstellung so ausgeprägt ist, dass der betreffende Mensch psychisch darunter leidet. Die Abgrenzung von der ästhetischen Zahnmedizin zur kosmetischen Zahnheilkunde ist fließend. Kosmetische Maßnahmen sind medizinisch nicht erforderlich und keine Leistung der Krankenversicherungen.

Unschöne Zahnstellungen, Lückenbildungen etc. können im Rahmen der Kieferorthopädie behandelt werden. Mit festsitzenden oder herausnehmbaren Apparaturen werden die Zähne in eine bessere Position geschoben.

Durch gezielte, vorbeugende Maßnahmen, beispielsweise die konsequente richtige Zahnpflege und regelmäßige Inanspruchnahme professioneller Prophylaxebehandlungen beim Zahnarzt, kann viel erreicht werden. Denn gepflegte Zähne bleiben länger gesund und sehen natürlich auch schöner aus. Die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt umfasst das Entfernen von Zahnstein und hartnäckigen Belägen und die sorgfältige Politur aller Zähne. Die Zähne und das Zahnfleisch sollen regelmäßig untersucht werden, um eventuelle Erkrankungen in der Frühphase zu erkennen.

Quelle: Deutsche Zahnarztauskunft




Kieferorthopädie

Die Kieferorthopädie (Abkürzung: KFO) ist ein Fachgebiet innerhalb der Zahnheilkunde, das sich mit der Erkennung, Verhütung und Behandlung von Fehlstellungen des Gebisses und des Kiefers befasst. Diese so genannten Anomalien sind nicht unbedingt angeboren. Ein Großteil der Fehlstellungen ist vermeidbar.

Die geschützte Bezeichnung „Kieferorthopäde“ darf ein Zahnarzt verwenden, wenn er nach seinem Studium eine mindestens dreijährige Weiterbildung durchlaufen und die anschließende Prüfung bestanden hat. Die Weiterbildung findet über Universitätskliniken und weiterbildungsberechtigte Kieferorthopäden statt.

Behandlungen der Kieferorthopädie können bis ins Erwachsenenalter hinein notwendig oder sinnvoll sein. In der Regel werden vor allem Kinder kieferorthopädisch behandelt, da der günstigste Zeitraum für kieferorthopädische Behandlungen in der Phase des Kieferwachstums liegt. Behandlungen bei Erwachsenen dauern meist erheblich länger als bei jungen Patienten. Damit sich Zähne nach der Behandlung nicht wieder in ihre alte Stellung zurückbewegen, ist eine „Retentionszeit“ zu berücksichtigen, in der das Ergebnis stabilisiert wird. Diese Retentionszeit kann sich bei Erwachsenen über mehrere Jahre erstrecken.

Fehlstellungen stellen ein ästhetisches Problem dar (gerade bei Erwachsenen spielen ästhetische Ansprüche oft eine große Rolle), können aber auch zu gesundheitlichen Schäden führen. So stellt bei eng- und schief stehenden Zähnen beispielsweise die Reinigung des Mundraumes ein Problem dar. Folge können Karies, Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparats sein. Ein gestörter Zusammenbiss verursacht Probleme beim Abbeißen oder Kauen, kann aber auch Schmerzen und Schäden im Kiefergelenk hervorrufen.

Behandlungsplan und Apparaturen werden für den Patienten individuell angefertigt. Da Techniken und Materialien konsequent weiterentwickelt wurden, wird die Kieferorthopädie-Behandlung immer angenehmer für den Patienten; gleichzeitig werden die Ergebnisse immer optimaler. Es gibt festsitzende und herausnehmbare Behandlungsgeräte. Welche Behandlungsmethode angewandt wird, ist abhängig von der Art und Größe der notwendigen Zahnbewegungen. Während herausnehmbare Behandlungsapparate vom Patienten selber eingesetzt und entfernt werden können, werden festsitzende Apparaturen vom Arzt eingesetzt und herausgenommen.

Quelle: Glossar der Deutschen Gesundheitsauskunft

Oralchirurgie

Oralchirurgische Eingriffe werden in der Regel professionell von approbierten Zahnärzten durchgeführt, die auf dem Gebiet der zahnärztlichen Chirurgie eine vierjährige, ganztägige und hauptberufliche Weiterbildung mit abschließender Prüfung absolviert haben. Danach darf der Weitergebildete Zahnarzt sich „Facharzt für Oralchirurgie“ nennen und wird auch „Oralchirurg“ genannt.

Es schließt die Behandlung von Luxationen und Frakturen im Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Kieferbruchbehandlung) sowie die entsprechende Diagnostik ein.

Zu ihrem Hauptaufgabengebiet zählen alle operativen Eingriffe in der Mundhöhle:

Neben Wurzelbehandlungen und Wurzelspitzenresektionen, dem Entfernen von verlagerten Zähnen, speziell auch Weisheitszähnen, umfasst das Spektrum die Behandlung von Zysten (Zystostomie, Zystektomie) und Tumoren, Reimplantation und Transplantation von Zähnen, Hemisektion (Halbierung eines wurzelkanalgefüllten Zahnes mit dem Ziel des teilweisen Zahnerhaltes), Prämolarisierung, Schleimhauttransplantationen, Beseitigung oder Verlängerung von Lippen-, Wangen- oder Zungenbändchen, chirurgische Endodontie, chirurgische Parodontitisbehandlung und vieles mehr.
Darüber hinaus ist die Implantologie ein ganz wesentlicher Bereich der Oralchirurgie, dies ist bereits im Ausbildungskatalog des Facharztes für Oralchirurgie begründet.

Für den größtmöglichen Erfolg einer Implantation sowie eine schnelle und komplikationslose Heilung sind genaue Fähigkeiten und Fertigkeiten des Operateurs im Bereich der Oralchirurgie unerlässlich.

Quellen: www.wikipedia.de / www.zahn-info-portal.de