Button für kleinere Schrift    Button für größere Schrift

Hilfebereich


Bitte klicken Sie auf einen Buchstaben. Es wird Ihnen eine Liste der verfügbaren Glossareinträge mit diesem Anfangsbuchstaben angezeigt.


Bei Eingabe eines Suchbegriffes werden alle Glossareinträge gelistet, in denen dieser Begriff (in der Überschrift oder im erklärenden Text) vorkommt.

Glossareinträge


Suchbegriff:


A |  B |  C |  D |  E |  F |  G |  H |  I |  J |  K |  L |  M

N |  O |  P |  Q |  R |  S |  T |  U |  V |  W |  X |  Y |  Z | 


Schädelhirntrauma (SHT)

Das Schädelhirntrauma (SHT) ist der Folgezustand einer Gewalteinwirkung auf den Schädel. Der Schweregrad der primären Schäden ist von Richtung und Ausmaß der Gewalt abhängig. Bei der Rehabilitation werden Physiotherapie und Ergotherapie angewandt.


Schienenbehandlung in der Zahnmedizin

Oberbegriff für die Verwendung verschiedener Hilfsmittel und Maßnahmen im bezahnten Kiefer. Schienen bestehen heute zunehmend aus Kunststoff, während Drähte und gegossene Metallkonstruktionen kaum noch Bedeutung haben.


Schienenherstellung

Ergotherapeutische Schienen werden für den Bereich Orthopädie verwendet, um bleibende Behinderungen bzw. Einschränkungen auszugleichen. Sie werden individuell für die Bedürfnisse der Patienten angefertigt. Die Anwendung wird auf die Behandlungszeit begrenzt (Hilfsmittel auf Zeit).


Schizophrenie

Psychische Störung, die sich vor allem durch Veränderungen des Denkens, der gesamten Wahrnehmung und unangebrachte Gefühle äußert. Die Entstehung ist unklar.
Symptome sind etwa "Stimmen hören" (die dem Betroffenen das Geschehen kommentieren oder gar Befehle erteilen), sowie das Gefühl, andere Menschen hören oder stehlen ihre Gedanken oder denken das Gedachte mit. Auch Verfolgungswahn und Halluzinationen sind typisch.
Grundsätzlich wird Schizophrenie aber noch in verschiedene Formen unterteilt.


Schlafmedizin

Schlafmedizin umfasst die Erkennung und Behandlung von Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus’ und schlafbezogenen Störungen, zum Beispiel schlafbezogenen Atmungsstörungen, Tagesmüdigkeit und Tagesschläfrigkeit, Schlafstörungen bei körperlichen und seelischen Erkrankungen oder bei Einnahme und Missbrauch bewusstseinsverändernder Substanzen (Medikamente oder Drogen).


Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist ein Ausfall im zentralen Nervensystem, ausgelöst durch Störungen in der Blutversorgung des Gehirns. Diese Störung kann durch Mangeldurchblutung auf Grund von verengten Gefäßen, eines verstopfenden Blutgerinnsels, oder eine Hirnblutung verursacht werden.

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Die Symptome des Schlaganfalls sind Sehstörungen, Schwindelgefühl, Lähmungen, Störungen der Sprache, Taubheitsgefühl in einer Körperregion, Hörverlust und/oder starke Kopfschmerzen und Übelkeit.

US-Mediziner haben einen sogenannten Cincinnati Prehospital Stroke Scale (CPSS)-Test entwickelt, mit dem selbst Laien mit großer Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall „diagnostizieren“ können.
Hierzu muss der Betroffene drei Aufgaben bewältigen:
• Er muss lächeln (um evtl Gesichtslähmungen festzustellen)
• Er muss einen einfachen Satz nachsprechen (um Sprachstörungen festzustellen)
• Er muss beide Arme mit den Handflächen nach oben ausstrecken (um Lähmungen und Koordinationsstörungen festzustellen)
Hat die Person Probleme mit der Bewältigung der Aufgaben, sollte ein Notarzt gerufen werden.
Je früher ein Schlaganfall erkannt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Spätfolgen. Das maximale Zeitfenster, um bleibende Schäden zu vermeiden liegt bei etwa 6 Stunden.

Begünstigt wird ein Schlaganfall durch Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und bereits bestehende Arteriosklerose („Arterienverkalkung“)


Schlaganfallvorsorge

Die Schlaganfallvorsorge trägt dazu bei, Risikofaktoren eines Schlaganfalls zu erkennen und auszuschalten. Dies kann durch eine veränderte Lebensführung und/oder medikamentös geschehen.

Vorsorgemaßnahmen sind beispielsweise:
• eine ausgewogene, gesunde Ernährung, die wenig tierische Fette enthält
• Verzicht auf Rauchen
• Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum
• regelmäßige Blutdruckkontrollen
• Einnahme von Folsäure
• körperliche Betätigung


Patienten, die bereits einmal einen Schlaganfall erlitten haben, sollten zusätzlich medikamentös eingestellt werden, um folgende zu vermeiden, da das Risiko eines weiteren Schlaganfalls gegenüber dem eines Patienten ohne Vorerkrankung deutlich höher ist.

Auch Menschen mit anderen Risikoerkrankungen sollten nach Absprache mit dem behandelnden Arzt Schlaganfallvorsorge mit Zuhilfenahme von Medikamenten betreiben Risikoerkrankungen wären z.B. Durchblutungsstörungen, Diabetes, Herzerkrankungen oder Arteriosklerose.


Schluckstörungen (Dysphagie)

Schluckstörungen können sowohl psychische, als auch physischer Ursache sein. So können sie beispielsweise durch Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes, der Speiseröhre oder des Mageneingangs ausgelöst werden, ebenso aber auch durch Schädigungen der Hirnnerven, z.B. nach einem Schlaganfall.
Die Schluckstörungen äußern sich zumeist durch ein entstehendes Druckgefühl, Husten, Würgen oder vermehrten Speichelfluss bei der Nahrungsaufnahme.
Hier kann der Logopäde nach einer Untersuchung des Schluckreflexes (per Röntgen oder anhand einer endoskopischen Untersuchung) mittels Massagen, Motorikübungen, Erlernen spezieller Schlucktechniken oder durch Antrainieren einer veränderten Körperhaltung oftmals Abhilfe schaffen.
Auch eine Veränderung der Nahrungsmittelkonsistenz kann helfen. So wird beispielsweise Nahrung angedickt, wenn der Patient auf flüssige Nahrung mit Schluckstörungen reagiert; im umgekehrten Fall sollte alles püriert werden.


Schmerztherapie

Meint insbesondere die gezielte Behandlung chronischer Schmerzen. Aber auch die akuten Schmerzen im Zusammenhang mit Operationen fallen in das Gebiet. Die Art der Schmerztherapie ist ähnlich vielfältig wie Ursachen und Ort der Schmerzentstehung.


Schnarcher-Schienen

Protrusionsschienen, auch Schnarcher-Schienen genannt, sind eine wirkungsvolle Methode, um den Auswirkungen des Schlafapnoe-Syndroms entgegenzuwirken.

Es gibt eine große Auswahl verschiedener Modelle von Schnarcher-Schienen auf dem Markt, unter denen der Zahnarzt bzw. Kieferorthopäde, die jeweils passende für den Patienten auswählen kann. Dieses Schnarcher-Schienen-Modell wird dann noch individuell an das Gebiss angepasst.

Schnarcher-Schienen können Schnarchen verhindern oder reduzieren und dadurch bedingte Atemaussetzer vermeiden. Auch können sich Patienten morgens ausgeruhter und wohler fühlen, falls sie eine Schnarcher-Schiene tragen, da diese negative Effekte des Schnarchens reduziert, wie z.B. das Gefühl der Müdigkeit am Morgen trotz langer Schlafphase.


Schnarchtherapie

Maßnahmen gegen die Geräuschentwicklung beim Schlafen aufgrund der Erschlaffung der Muskulatur, welche das Gaumensegel im Rachen strafft. Bewährt haben sich bislang technische Hilfsmittel, welche nachts in den Mundraum eingesetzt werden und die Atemwege offen halten.


Schneiderballen

Druckstelle über dem fünften Mittelfußknochen (am kleinen Zeh).


Schwangerschaftsvorsorge

Beratungen und Untersuchungen durch einen Gynäkologen / eine Gynäkologin oder eine Hebamme vor und während einer Schwangerschaft. Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge werden zum Beispiel mögliche Risiken besprochen, die durch die medizinische Vorgeschichte der Schwangeren vorhanden sein könnten. Während der Schwangerschaft werden Kontrolluntersuchungen wie Gewichtskontrollen, Blutdruckmessungen, Kontrolle des Gebärmutterstandes, u.a. durchgeführt.


Schwerpunkt

Ein Schwerpunkt bezeichnet eine weitergehende Spezialisierung in einem medizinischen Fachgebiet. Die Schwerpunktbezeichnung wird nach in vorgeschriebener Weise abgeleisteteten Weiterbildungsinhalten und -zeiten und einer erfolgreich abgelegten Prüfung erteilt (Beispiel: Gynäkologische Onkologie).


Screening

(engl.=Siebung, Durchleuchtung); auf eine bestimmte Krankheit ausgerichtete diagnostische Maßnahme; Tests, um eine Krankheit nachzuweisen oder auszuschließen.


Sebumetrie

Hautfunktionsmessung, bei der der Fettgehalt der Haut ermittelt wird.


Sedativa

Beruhigungsmittel


Sedativum

Beruhigungsmittel


Sedierung, Sedativa

von lat. sedare = beruhigen; das Beruhigen eines Patienten durch Medikamentengabe;
Sedativa = Beruhigungsmittel.


Sediment

Bodensatz in einer Flüssigkeit


Segmentbogentechnik nach Burstone

ist eine spezielle kieferorthopädische Apparatur zur Korrektur bzw. Ausformung der Zahnbögen, bei der gezielt, genau berechnete Kräfte auf einzelne Zähne bzw. Zahnsegmente aufgebracht werden. Dies geschieht mittels vorgefertigter Bogensegmente, welche an Brackets befestigt werden.


Selbstmedikation

Selbstmedikation liegt vor, wenn ein Patient ohne vorherige Rücksprache mit seinem Arzt Medikamente anwendet bzw. einnimmt. Am häufigsten wird die Selbstmedikation bei Alltagsbeschwerden (Erkältung, Kopfschmerzen) angewandt.


Sensomotorik

Motorische Abläufe (= Bewegungsabläufe) werden über die Sinne gesteuert. Dieser Mechanismus wird als Sensomotorik bezeichnet.


Sensorische Integration (SI)

Therapiemethode der Ergotherapie, die von der amerikanischen Psychologin und Ergotherapeutin Jean Ayres (1920-1989) entwickelt wurde.
Unter einem sensorischen System versteht man alle nervalen Anordnungen für die Aufnahme, die Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen, die über die Sinneswerkzeuge (Gehör-, Geschmackssinn, usw.) aufgenommen werden.
Die Sensorische Integration soll dabei helfen, sensorische Funktionen zu verbessern (Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung). Sie findet hauptsächlich Anwendung bei Kindern mit Wahrnehmungs- und Entwicklungsproblemen.
Die Sensorische Integration (SI) geht davon aus, dass Gehirn, Geist und Körper in zeitgleicher Wechselwirkung miteinander stehen. In der Therapie wird die Anregung von Sinnesorganen vermittelt, ebenso wie das Auslösen bestimmter Anpassungsreaktionen.
Ziel ist es, die Abläufe der Verarbeitungsprozesse des Gehirns und die sinnvolle Ordnung von Empfindungen zu verbessern.


Sepsis

(griech. = Fäulnis); Blutvergiftung


SGB

Das deutsche Sozialgesetzbuch (SGB) ist die Kodifikation des Sozialrechts. Im SGB sind die wesentlichen Bereiche dessen geregelt, was heute dem Sozialrecht zugerechnet wird. Das SGB enthält sowohl Regelungen über die verschiedenen Zweige der Sozialversicherung, als auch über jene Teile des Sozialrechts, die nicht den Charakter einer Versicherung tragen, sondern als Leistungen staatlicher Fürsorge aus Steuermitteln finanziert werden.
(Quelle:ZVK)


Sheridan-Gardiner-Test

Test zur Bestimmung der Sehschärfe bei Kleinkindern. Das Kind bekommt aus einiger Entfernung Symboltafeln mit verschieden großen Bildern gezeigt, dessen Motiv es auf einer Karte wiedererkennen muss.


Shiatsu

"Shiatsu" bedeutet "Finger-Druck". Es handelt sich um eine Behandlungsmethode, die auf den Grundgedanken der chinesischen Heilkunde basiert: Der freie Fluss der Lebensenergie, die in den so genannten Meridianen (Energiekanälen) fließt, soll durch Shiatsu unterstützt werden. Mit Händen, Daumen, Ellenbogen und Knie wird entlang der Meridiane sanfter Druck ausgeübt.


Sialografie

Röntgendarstellung der Ohrspeicheldrüse


Sigmoidoskopie

Krumm- und Enddarmspiegelung


Sinus-lift

Anhebung des Kieferhöhlenbodens


Skoliose

Seitliche Verdrehung oder Verkrümmung der Wirbelsäule.


Skoliose-Therapie

Angewendet wird die Skoliose Therapie bei einer dauerhaften, seitlichen Verbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der einzelnen Wirbel. Ist die Wirbelsäule verbogen, die Wirbel jedoch nicht verdreht, handelt es sich nicht um eine klassische Skoliose.

Die besten Ergebnisse mit der krankengymnastischen Skoliose-Therapie werden erzielt, wenn sie noch während der Wachstumsphase angewendet wird. Ziel ist eine Aufrichtung und Derotation der Wirbelsäule.

Teile der Skoliose-Therapie sind unter anderem Dehnung und Kräftigungsübungen der Rücken- und Nackenmuskulatur, Erlernen von Atemtechniken und Verbesserung des Körpergefühls. Ein hohes Maß an Selbstdisziplin ist hierbei oft vonnöten.

Ab einem Gewissen Grad der Wirbelsäulenverkrümmung muss zudem noch ein Korsett getragen werden, welches eine Fortschreitung der Skoliose verhindern soll.


Somatisch evozierte Potentiale (SEP)

Antwort des Rückenmarks und Gehirns auf die elektrische Reizung sensibler Nerven.


Sonographie, Sonografie

Ultraschalldiagnostik (bildgebende Verfahren)


Sorgerechtsverfügung

Mit einer Sorgerechtsverfügung kann man im Fall der Notwendigkeit eine Person seines Vertrauens als Vormund für sein minderjähriges Kind bestimmen. Dieser Vormund übernimmt die so genannte elterliche Sorge (Personen- und Vermögenssorge).


Sozialmedizin

Sozialmedizin umfasst die Untersuchung der durch die gesellschaftliche Umwelt (soziale Milieus, Umwelteinflüsse, Lebensstile, genetische Faktoren und auch Art und Umfang der medizinischen Versorgung) bedingten Ursachen von Krankheit und deren Auswirkungen auf das Leistungsvermögen im beruflichen und sozialen Umfeld.


Spasmolytika

krampflösende Arzneimittel


Spastizität

verstärkter muskulärer Widerstand gegen passive Bewegungen


Speicheltests in der Zahnmedizin

Speicheltests werden eingesetzt, um Kariesaktivität bzw. Kariesrisiko bei einem Patienten abschätzen zu können.


Spektografie

Messung des Durchdringungsgrades und der Leistungsfähigkeit der Stimme.


Spekulum

(lat. speculum=Spiegel); medizinisches Instrument zur Betrachtung von Körperhohlräumen; Spekula werden beispielsweise bei gynäkologischen Untersuchungen verwendet (visuelle Untersuchung von Scheide und Muttermund).


Spezialkrankenkasse

Spezialkassen zählen zu den gesetzlichen Krankenversicherungen.
Spezialkassen versichern Mitarbeiter einer bestimmten "Branche". So gibt es beispielsweise eine Krankenkasse für Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind (Landwirtschaftliche Krankenkasse), eine Krankenkasse für Seefahrer (See-Krankenkasse), eine Krankenkasse für Handwerker (Handwerker-Krankenkasse) oder eine Krankenkasse für Bergleute (Bundesknappschaft, seit dem 01. Oktober 2005: Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See; sie betreut auch Minijobber)


Spezielle Orthopädische Chirurgie

Spezielle Orthopädische Chirurgie umfasst die chirurgische und nicht-operative Behandlung bei komplizierten, anspruchsvolleren (zum Beispiel durch Unfall verursachten, aber auch angeborenen) Erkrankungen und Fehlstellungen des Stütz- und Bewegungsapparates.


Spezielle Unfallchirurgie

Spezielle Unfallchirurgie umfasst die chirurgische und nicht-operative Behandlung von komplizierten Verletzungen und deren Folgen einschließlich Notfalleingriffen bei Schwer- und Mehrfachverletzten und deren Überwachung nach dem Eingriff.


Spinalanästhesie

lokale Anästhesie, Anästhetikum wird in den Lendenbereich zwischen zwei Dornfortsätze der Wirbelsäule gespritzt.


Spiroergometrie

Zusätzlich zur Fahrrad- oder Laufbandergometrie (Messung der körperlichen Leistungsfähigkeit) werden Lungenfunktion und Atemvolumen gemessen.


Spondylodese

operative Wirbelsäulenversteifung


Spondylolisthesis

Abgleiten eines Wirbels der Wirbelsäule; führt zu Überlastung und vorzeitiger Abnutzung von Wirbelgelenken.


Spontanpneumothorax

Lungenkollaps
rezidivierender Spontanpneumothorax: wiederholter Lungenkollaps


Sportmedizin

Die Zusatz-Weiterbildung (Zusatzbezeichnung) Sportmedizin umfasst die Verhütung und Behandlung von durch Sport verursachten Verletzungen und Schäden und die Untersuchung der Auswirkungen von Bewegung, Training und Sport - auch von Bewegungsmangel - auf gesunde und kranke Menschen. Der Sportmediziner erstellt auch individuell erarbeitete Trainingsprogramme und betreut Sportler während ihrer Trainingsphasen.


Sportphysiotherapie

Die Sportphysiotherapie bildet einen eigenständigen Bereich innerhalb der Physiotherapie. Sie beinhaltet sowohl vorbeugende Maßnahmen, um Verletzungen und Überlastungserscheinungen zu vermeiden, als auch rehabilitative Maßnahmen, um die normale sportliche Leistungsfähigkeit (z. B. nach Verletzungen) wiederherzustellen. Sportphysiotherapeuten benötigen spezielle Zusatzausbildungen. Zielgruppe der Sportphysiotherapie sind aktive Sportler, vor allem Leistungssportler, die durch den Therapeuten vor, während und nach sportlichen Aktivitäten bzw. Wettkämpfen betreut werden. Viele Anwendungen der Sportphysiotherapie lassen sich aber auch im Fitness-, Gesundheits- und Breitensport anwenden.


Sport- und Fitnessmassage

Eine Sportmassage hat mehrere positive Auswirkungen:
- sie beugt Muskelkater vor,
- sie fördert den Stoffwechsel,
- sie wirkt Muskelverhärtungen und -verkürzungen entgegen,
- sie ist schmerzlindernd und nicht zuletzt
- entspannend und wohltuend.
Gerade für sportlich aktive Menschen kann die Sportmassage eine ideale Ergänzung zum regelmäßigen Kraft- und Ausdauertraining darstellen: Die Leistungsfähigkeit der Muskulatur wird gestärkt, und die regelmäßige Massage fördert den Stoffwechsel und die Durchblutung. Die Sportmassage wird im Anschluss an sportliche Betätigung angewendet.
Die Kosten für Sport- und Fitnessmassagen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.


Sprachaudiometrie

Überprüfung des Sprachverstehens


Sprachentwicklungsstörung (SES)

Von Sprachentwicklungsstörungen (Abkürzung: SES) ist die Rede, wenn die sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes sich nicht der Norm entsprechend entwickeln. Die normale, übliche Sprachentwicklung eines Kindes beinhaltet bestimmte zeitliche und inhaltliche Entwicklungsabläufe, welche bei einer Sprachentwicklungsstörung nicht "eingehalten" werden. Die Ursachen für Sprachentwicklungsstörungen können vielfältig sein. Sprachentwicklungsstörungen können über Vererbung erworben werden, können aus dem gesellschaftlichen Umfeld resultieren oder auch psychische Gründe haben. Der Grund für eine Sprachentwicklungsstörung kann beispielsweise auch in einer Hörstörung liegen, da gutes Hören wesentlich für eine normale Entwicklung des Spracherwerbs ist.

Kinder können sich natürlich recht unterschiedlich entwickeln und so gibt es auch zeitliche Unterschiede beim Erlernen der Sprache. Anzeichen für eine Sprachentwicklungsstörung können mangelndes Sprachverständnis des Kindes, ein dem Alter nicht entsprechender, also eingeschränkter Wortschatz, fehlerhafter Satzbau oder Probleme bei der Lautbildung sein.

Bei Sprachentwicklungsstörungen ist es wichtig, dass das Kind individuell gefördert wird. Logopädische Therapien können Sprachentwicklungsstörungen entgegenwirken, oft ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten und Therapeuten ratsam. Logopäden bzw. Sprachtherapeuten wenden bei Sprachentwicklungsstörungen zum Beispiel Behandlungen an, welche die Konzentration und damit die Lernfähigkeit fördern oder die Motorik verbessern.


Sprechtherapie

Verfahren / Behandlung zum besseren Sprechen


Statik

Gebiet der Mechanik (Physik); die Statik beschäftigt sich mit Kräften in unbewegten Systemen.


Stationäre Behandlung

Eine medizinische Behandlung ist stationär, wenn der Patient über Nacht im Behandlungsbereich bleibt. Versicherte haben einen Anspruch auf stationäre Behandlung im Krankenhaus sowie im Rahmen von Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen, einschließlich Anschlussheilbehandlungen.

Eine vollstationäre Behandlung kommt immer dann in Frage, wenn andere Behandlungsformen, etwa eine ambulante oder teilstationäre Behandlung, nicht ausreichen. Der Leistungsumfang einer stationären Behandlung beinhaltet, je nach Schwere und Art der Krankheit, alle für die medizinische Versorgung im Krankenhaus erforderlichen Leistungen: ärztliche Behandlung, Krankenpflege, Versorgung mit Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, Unterkunft und Verpflegung.
(Quelle:ZVK)


Stenose

Verengung von Gefäßen


Stent

Röhrchenförmiges Drahtgeflecht, das als Gefäßstütze in verengte Gefäße eingesetzt wird. Beispielsweise zur Erweiterung der Herzkranzgefäße, der Luft- oder Speiseröhre und bei anderen Gefäßverengungen.


Sternum

Brustbein


Stethoskop

auch "Hörrohr"; Instrument, mit dem Schallphänomene von Organtätigkeiten (z. B. Herztöne, Atemgeräusche) untersucht werden; durch unterschiedliche Geräusche lassen sich Rückschlüsse auf Krankheiten ziehen.


Stigma, Stigmatisierung

Stigma, wörtlich übersetzt = Stich, Punkt oder Brandmal. Stigmatisierung = Abwertung von Personen oder Personengruppen.


STIKO

Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut.


Stimmstörung

Bei einer Stimmstörung sind die Stimme und der Stimmklang zeitweilig oder dauerhaft beeinträchtigt.
Dies äußert sich z. B. in Heiserkeit, belegtem, rauem Stimmklang, leiser oder nicht belastungsfähiger Stimme und vielem mehr.
Mögliche Ursachen können u. a. direkte und indirekte Schädigungen durch Operationen sein, aber auch unökonomischer Gebrauch der Sprech- und/oder Singstimme, z. B. durch falsche Atmung und Körperhaltung.


Stimulation

Reizung, Anregung, Erregung


Stimulus

(lat.) Reiz; Mehrzahl: Stimuli


Stoffwechsel

Der Stoffwechsel umfasst die Gesamtheit der lebensnotwendigen biochemischen Vorgänge beim Auf-, Um- und Abbau des Organismus bzw. beim Austausch von Stoffen zwischen Organismus und Umwelt.
(Quelle: ZVK)


Stoma

Der Begriff hat verschiedene Bedeutungen:
• In der Anatomie ist mit Stoma der Mund oder Rachen sowie der Bereich zwischen Mundöffnung und Speiseröhre gemeint.
• In der Medizin meint Stoma einen künstlich hergestellten Ausgang für ein Hohlorgan, z.B. ein künstlicher Darmausgang in der Bauchdecke als folge einer (teilweisen) Darmentfernung.
• In der Botanik meint Stoma die Spaltöffnungen der Pflanzenblätter.


Störungen im Umgang mit Zahlen

Die Fähigkeit, mit Zahlen umzugehen, ist beeinträchtigt (Zahlen nennen, schreiben, lesen, mit ihnen rechnen).


Stottern

Störungen des Redeflusses in Form von krampfhaften Laut-, Silben- und Wortwiederholungen; oft mimische und ganzkörperliche Mitbewegungen des Betroffenen


Strabismus

Schielen


Strahlentherapie

Anwenden von Strahlen/Bestrahlung, um Krankheiten zu heilen oder aufzuhalten.


Stroboskopie

Messung der Stimmlippenbeweglichkeit


Substitutionstherapie

Behandlung durch künstliche Zufuhr von Substanzen, die dem Körper normalerweise durch Organleistungen zur Verfügung stehen.


Suchtmedizinische Grundversorgung

Suchtmedizinische Grundversorgung umfasst die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Krankheitsbildern, die durch den Missbrauch suchterzeugender Stoffe (Alkohol, Medikamente, Zigaretten u. a.) verursacht wurden, einschließlich der Behandlung von nicht stoffgebundenen Suchterkrankungen (Spielsucht, Internet-Abhängigkeit u.a.) und die psychosoziale Betreuung der Erkrankten.

Ebenso wichtige Bestandteile der suchtmedizinischen Grundversorgung sind die Wiedereingliederung in das Arbeitsleben und in das soziale Umfeld, wenn der Patient die erforderliche physische und psychische Stabilität erreicht hat.

Um als Mediziner die Zusatzbezeichnung „suchtmedizinische Grundversorgung“ zu erhalten, ist eine 50 stündige Weiterbildung erforderlich.


Suizidalität

Neigung eines Menschen, einen Selbsttötungsversuch zu unternehmen.


Sympathicolyse

Herbeiführen einer Nervenblockade zur Erweiterung der Gefäße (bei Behandlung von Gefäßverschlüssen).


Symphyse

Verbindung von Knochen durch Faserknorpel


Symptom

Anzeichen, Krankheitszeichen


Syndrom

Krankheitsbild, das immer in etwa die gleichen Krankheitszeichen hat, aber die (vielfältigen) Ursachen der Entstehung und Entwicklung dieser Krankheit sind unbekannt oder nur teilweise bekannt.


Synergist

Muskel, welcher einen anderen Muskel unterstützt, um eine bestimmte Bewegung auszuführen. 'Synergist' leitet sich her von griech.: 'synergein' = zusammen arbeiten.


Syphillis

Bakterielle Geschlechtskrankheit, die durch Schleimhautkontakt übertragen wird und sich meist durch Geschwüre und Ausschläge bemerkbar macht.