Button für kleinere Schrift    Button für größere Schrift

Hilfebereich


Bitte klicken Sie auf einen Buchstaben. Es wird Ihnen eine Liste der verfügbaren Glossareinträge mit diesem Anfangsbuchstaben angezeigt.


Bei Eingabe eines Suchbegriffes werden alle Glossareinträge gelistet, in denen dieser Begriff (in der Überschrift oder im erklärenden Text) vorkommt.

Glossareinträge


Suchbegriff:


A |  B |  C |  D |  E |  F |  G |  H |  I |  J |  K |  L |  M

N |  O |  P |  Q |  R |  S |  T |  U |  V |  W |  X |  Y |  Z | 


Haglundferse

Schleimbeutelentzündung unter der Achillessehne.


Hallux rigidus

Versteifung des Grundgelenks der großen Zehe.


Hallux valgus

Fehlstellung der großen Zehe, auch "Ballen" genannt.


Halofixateur

Gestell zur Fixierung der Halswirbelsäule nach einer Fraktur.


Haltbarkeit

Zeitraum, in dem ein Arzneimittel ohne deutlichen Wirksamkeitsverlust haltbar ist


Häm-

Wortteil: Blut-


Hämatothorax

Blutansammlung im Brustraum


Hämoglobin

roter Blutfarbstoff


Hämostaseologie

Hämostaseologie umfasst die Erkennung und Behandlung von Blutungsstörungen bei vererbten und erworbenen Störungen der Blutstillung oder Übergerinnbarkeit des Blutes.


Handchirurgie

Handchirurgie umfasst die Vorbeugung, Erkennung, operative und nicht-operative Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Tumoren der Hand und des Unterarms, die Wiederherstellung nach Erkrankungen oder Verletzungen, einschließlich der Replantation von Fingern bis hin zu ganzen Extremitäten und die Versorgung von Patienten mit Prothesen, oder auch die Verordnung und Überwachung physikalischer Therapiemassnahmen (wie Physiotherapie, physikalische Therapie oder Ergotherapie).


Harnsäure

Ist ein Stoffwechselprodukt, welches beim Abbau von Zellkernen entsteht. Stoffwechselprodukte werden vom venösen Blut aus den Körperzellen abtransportiert und beim gesunden Menschen mit dem Urin durch die Nieren ausgeschieden. Ein dauerhaft zu hoher Harnsäurespiegel im Blut kann zu Gicht führen.


Hartmannbund

Verband der Ärzte Deutschlands e.V.; großer Berufsverband, der die Belange aller Ärzte vertritt. Der Hartmannbund selbst schreibt auf seiner Homepage: "Egal welches Fachgebiet, ob niedergelassen, in der Klinik oder im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig, jeder Arzt findet hier eine starke Interessenvertretung. Auch Medizinstudenten sind im Verband willkommen und werden bei ihrem Studium unterstützt. Der Verband vertritt die Interessen der einzelnen Arztgruppen nicht gegeneinander, sondern gemeinsam."


H-Arzt

H = an besonderen Heilbehandlungen beteiligt. Der H-Arzt ist die "abgeschwächte Variante" des Durchgangsarztes (D-Arzt). Er darf nur Patienten, die einen Arbeitsunfall hatten, behandeln, wenn diese direkt in seine Praxis kommen. Es darf bei Unfällen nicht an ihn überwiesen werden.
Die Zulassungsanforderungen sind weniger streng als beim D-Arzt. Der H-Arzt muss unfallmedizinische Kenntnisse vorweisen, jedoch kein Facharzt für Unfallchirurgie sein.


Hausarzt

Ein Hausarzt ist niedergelassener Arzt (Allgemeinmedizin oder Innere Medizin), der normalerweise - zusammen mit dem Apotheker - die erste Anlaufstelle für Patienten mit Gesundheitsproblemen oder Fragen zur Gesundheit ist. Hausärzte machen oft auch Hausbesuche, wenn die Situation des Patienten dies erfordert.


HDL

(engl.); High Density Lipoproteins; aus Eiweiß und Fetten bestehende Moleküle mit hoher Dichte.


Headgear, Gesichtsbogen

Kopfgestell; ein am Kopf befestigtes Hilfsmittel für kieferorthopädische Behandlungen zur gezielten Beeinflussung komplizierter Bewegungen der Zähne oder Knochen.


Hebamme

staatlich geprüfte Geburtshelferin, die Ausbildung dauert in Deutschland drei Jahre. Die so genannte "Hebammenhilfe" umfasst die Beratung, Betreuung, Vorsorge und Hilfeleistungen in Schwangerschaft, Geburt, Neugeborenenzeit, Wochenbett und Stillzeit sowie auch die Beratung in Fragen der Familienplanung. Hebammenhilfe kann von jeder Schwangeren, Gebärenden, entbundenen oder stillenden Frau in Anspruch genommen werden. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen, der Umfang und die Vergütungen für diese Leistungen sind in der Hebammen-Gebührenverordnung (HebGV) geregelt. (Quelle: Bund Deutscher Hebammen e.V.)


Heilmittel

Zu Heilmitteln gehören Dienstleistungen wie zum Beispiel die Physiotherapie (Krankengymnastik, Massagen), Ergotherapie, Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie.

Heilmittelerbringer werden vorbeugend, heilend oder nachsorgend tätig; in der Therapie bedürfen sie der ärztlichen Verordnung. Auf der Basis einer eigenständigen Befunderhebung und Therapieplanung arbeiten die Therapeuten gemeinsam mit dem Patienten daran, dessen Funktionen und Fähigkeiten für Aktivitäten des täglichen Lebens zu erhalten und zu verbessern, sowie Autonomie und Lebensqualität positiv zu beeinflussen.
(Quelle:ZVK)


Heilmittelrichtlinien (HMR)

Die Heilmittel-Richtlinien vom 01.07.2001 sind eine Vereinbarung zwischen Ärzten und Krankenkassen gemäß § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 und Abs. 6 in Verbindung mit § 34 Abs. 2 und § 138 des Fünften Sozialgesetzbuches (SGB V).

Sie regeln die Versorgung der Versicherten mit Heilmitteln durch die Heilmittelerbringer, wie etwa Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen.

Ab dem 1. Juli 2004 gelten die neuen Heilmittelrichtlinien in einer überarbeiteten Version. Die Verordnung erfolgt nun auf Zuordnung einer Diagnose zu einer Indikation und Auswahl des Heilmittels nach der Bestimmung von Leitsymptomatik und Therapieziel.
(Quelle:ZVK)


Heil- und Kostenplan

Schriftliche Aufstellung einer geplanten Zahn(ersatz)behandlung, die zwingend vor Behandlungsbeginn zur Abklärung des Erstattungsbetrages der Krankenkasse vorzulegen ist. Der Krankenkassenanteil wird nach Fertigstellung der Maßnahme über die Kassenzahnärztliche Vereinigung verrechnet; der Eigenanteil wird dem Patienten direkt in Rechnung gestellt.


Heliotherapie

Behandlung verschiedener Krankheitsbilder (bspw. Hauterkrankungen, Blutdruckprobleme) mit den Sonnenstrahlen nachempfundenen Lichtstrahlen.


Helminthen

(parasitäre) Würmer


Hemianopsie

Störung der Sehbahn (Gesichtsfeldausfall); Krankheitsbild, welches sich ergotherapeutisch behandeln lässt.


Hemineglect

Krankheitsbild, welches sich ergotherapeutisch behandeln lässt; 97%ige Störung der rechten Gehirnhälfte; es werden Dinge in der zumeist linken Raum- (Körper-) hälfte übersehen, überhört oder es werden Berührungen an der phlegischen (gelähmten) Seite nicht wahr genommen. Das Problem liegt darin, dass die aufgenommene Information als solche nicht verarbeitet wird.


Hemiplegie

halbseitige Lähmung; Verlust von bewusst gesteuerten Bewegungen und von Funktionen bei einer Körperhälfte.


Herd- und Störfelddiagnostik

Mit ihrer Hilfe können Herde und Störfelder im Körper lokalisiert und auch in ihrer Bedeutung für ein bestimmtes Krankheitsgeschehen erfasst werden.


Herpes Simplex

Viruserkrankung, die sich durch Bläschenbildung äußert, beispielsweise an der Lippe, der Nase , den Augen oder den Geschlechtsorganen.


Herzmuskelinsuffizienz

Herzmuskelschwäche


Hilfsmittel

sächliche medizinische Leistungen;
zu ihnen gehören Körperersatzstücke und orthopädische Hilfsmittel, Seh- und Hörhilfen, Inkontinenz- und Stoma-Artikel, technische Produkte wie Applikationshilfen und Inhalationsgeräte


Hippotherapie

Hippotherapie ist im Rahmen der Krankengymnastik eine spezielle Behandlungsmethode mit dem Pferd als „Übungsgerät“. Diagnosestellung und Verordnung erfolgen durch den Arzt. Die praktische Durchführung der Hippotherapie ist Aufgabe des in dieser Methode fortgebildeten Physiotherapeuten; er arbeitet daher eng mit dem Reitlehrer zusammen.
(Quelle: ZVK)


Hirnstamm BERA

Messung der Hörpotentiale am Hirnstamm; bei CERA wird an der Hirnrinde gemessen.


Histologie

Gewebelehre


Hochwertiger Zahnersatz

Hochwertiger Zahnersatz bildet den Gegenpart zu prothetischer Grundversorgung. Bei der Grundversorgung wird zwar Wert auf die Funktionalität der Prothesen, Brücken und Kronen gelegt, jedoch weniger auf die Optik.

Der hochwertige Zahnersatz hingegen ist komfortabler, auf einen längeren Zeitraum hin stabiler, gewährleistet bestmögliche Mundhygiene und ist optisch natürlicher, da er sowohl in Struktur und Form, als auch an der Farbe den eigenen Zähnen nachgebildet wird. Da beim hochwertigen Zahnersatz nur bestimmte bioverträgliche Kunststoffe, Keramiken und Metalle (Titan) verwendet werden, ist er allergiefrei. In den sichtbaren Bereichen besteht hochwertiger Zahnersatz nicht aus Metall, sondern aus zahnfarbenen Konstruktionen, damit keine optischen Auffälligkeiten entstehen, so sind Kronen beispielsweise meist metallfrei. Der hochwertige Zahnersatz deckt alle Bereiche der prothetischen Grundversorgung ebenfalls ab. So sind Inlays, Kronen, Brücken, Implantate, Veneers, also die komplette Teil- und Totalprothetik zu bekommen.


Homöopathie

Der Wortteil "homöo…" bedeutet "gleichartig". Alternative Heilmethode, die von der These ausgeht, dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden kann. Der Arzt Samuel Hahnemann entdeckte Ende des 18. Jahrhunderts durch einen Selbstversuch das Ähnlichkeitsprinzip als Wirkprinzip der Homöopathie. Die richtig gewählte und dosierte - meist aus natürlichen Substanzen bestehende - Arznei kann die Immunabwehr als heilende Kraft im Organismus anregen und so zur Heilung führen. Die Homöopathie versteht sich als Reiztherapie, welche die Selbstheilungskräfte von Körper und Geist aktiviert. Bis heute konnte jedoch in keiner Studie, die den aktuellen wissenschaftlichen Anforderungen genügen würde, eine über den Placebo-Effekt hinaus gehende Wirksamkeit von homöopathischen Arzneien nachgewiesen werden.


Hormon

(griech. horman=antreiben, in Bewegung setzen); Substanzen, die vom Organismus selbst produziert werden. Hormone werden über den Blutkreislauf oder über den Lymphweg zu den Zielorganen transportiert und beeinflussen dort durch biochemische Reaktionen den Stoffwechsel.


Hormonbehandlung

Hormontherapie; ärztliche Behandlung durch die Zufuhr von Hormonen; Anwendung von Hormonen als Arzneimittel. Heute ist belegt, dass Hormone Beschwerden der Wechseljahre, wie beispielsweise Hitzewallungen oder Schlafstörungen, mindern, aber gleichzeitig auch das Risiko für verschiedene Krankheiten erhöhen (z.B. Brustkrebs).


Hormonersatztherapie, HET

Verabreichen von Hormonen, die im körpereigenen Hormonhaushalt nicht vorhanden sind.


Hormonspirale

Die Hormonspirale ist eine Kombination aus herkömmlicher Spirale und Hormonen (Gestagen). Sie gibt konstant eine kleine Menge Hormone ab, die über die Schleimhaut aufgenommen werden. Dies verhindert das Schleimhautwachstum in der Gebärmutter.
Zudem verdickt sich der Schleim am Muttermund und ist für die Spermien so nur sehr schwer zu durchdringen. Die Spirale an sich ist etwa 3 cm groß und wird direkt in die Gebärmutter eingebracht. Das kann während einer gewöhnlichen gynäkologischen Untersuchung geschehen und ist in manchen Fällen leicht schmerzhaft. Vor der nächsten Menstruation wird der richtige Sitz noch mal vom Frauenarzt überprüft.
Die Frau kann dies bei Bedarf auch selber tun, indem sie den Sitz des Fadens kontrolliert, der an der Spirale befestigt ist und aus der Gebärmutter herausschaut.


HPV

Humane Papilloma-Viren; kleine DNS-Viren; Erreger, die sexuell übertragen werden und eine Vielzahl unterschiedlicher Läsionen auf der Haut und den Schleimhäuten hervorrufen.


HR CT

High Resolution (hochauflösende) Computertomografie


Hüftdysplasie

Gestörte Hüftgelenkentwicklung bei Neugeborenen. Die Gelenkpfanne verformt sich und kann den Gelenkkopf nicht richtig halten.


Hüftdysplasie

Fehlbildung der Hüftgelenke bei Babys. Die Gelenkpfanne des Hüftgelenks verformt sich und kann den Gelenkkopf nicht halten.


Humanmedizin

Medizin, die speziell den Menschen betrifft (wissenschaftlich wie praktisch).


Hydrocele, Hydrozele

Wasserbruch; Ansammlung von Flüssigkeit in den Hodenhüllen.


Hydrojet-Therapie

Wasserstrahlmassage


Hydrometrie

Hautfunktionsmessung, bei der der Feuchtigkeitsgehalt der Haut ermittelt wird.


Hyperaktivität

Hyperaktive Menschen zeigen ein übermäßig aktives Verhalten und sind innerlich und oft auch motorisch sehr unruhig.

Hyperaktive Kinder beispielsweise sind selten in der Lage etwas Angefangenes (bspw. ein Spiel) zu Ende zu bringen, sich in der Schule zu konzentrieren (was nicht von mangelnder Intelligenz zeugt!), neigen zu Wutausbrüchen und haben oftmals sehr unaufgeräumte Zimmer.

Bei diagnostizierter Hyperaktivität sollte keinesfalls vorschnell zu Medikamenten gegriffen werden, vielen Menschen hilft es bereits, wenn auf therapeutischer Basis das Fehlverhalten (welches vom Gehirnstoffwechsel ausgelöst wird) aufgezeigt und der Umgang damit erlernt wird. Das kann beispielsweise so aussehen, dass gelernt wird, wie der Alltag besser organisiert und gewisse Aufgaben besser bewältigt werden können. Ebenso lernen die Hyperaktiven, Konzentration, Körperbeherrschung, den Umgang mit „Reizsituationen“ und das Verarbeiten von Sinneseindrücken. Auch die Konsequenzen des bisherigen Verhaltens werden aufgezeigt.

In vielen Fällen ist bei Hyperaktivität auch eine Diät hilfreich, da einige Stoffe (Zucker, Phosphate etc.) in Verdacht stehen, das hyperaktive Verhalten zu begünstigen.
Die Reaktion des Körpers gleicht einer Allergie, nur muss der Allergieauslöser noch gefunden werden. Ein genereller Verzicht auf Zucker bringt nicht pauschal den gewünschten Erfolg, da er nicht immer der Auslöser ist.

Die genauen Ursachen der Hyperaktivität sind nach wie vor nicht genau bestimmbar. Mangelnde Intelligenz oder „falsche“ Erziehung lösen allein keine Hyperaktivität aus.


Hyperhidrosis

übermäßiges Schwitzen


Hyperopie

Weitsichtigkeit; nahe Gegenstände werden nur unscharf erkannt. Meist ist der Augapfel zu kurz.


Hypertensiologie

Hierunter versteht man die Vorbeugung, Ursachen- und Entstehungsforschung, Diagnosestellung und Behandlung von Bluthochdruck.


Hypertonie

Erhöhung eines Drucks oder einer Spannung über die Norm; auch: erhöhter Blutdruck


Hypnose

Künstlich durch Suggestion (= seelische Beeinflussung) bewirkter schlafähnlicher Zustand mit Bewusstseinseinengung, stark herabgesetzter Willensbildung sowie besonderem Kontakt zum Hypnotiseur. Die Anwendung der Hypnose ist sehr vielfältig. Die Entwicklung von geeigneten Behandlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Experten betonen allerdings: Hypnose ist kein Allheil- oder Wundermittel. Sie führt nicht allein zur Heilung einer Störung. Aber sie kann eine Behandlung unterstützen, die Ängste davor reduzieren.


Hyposensibilisierung

Wiederholte, in Konzentration steigende Injektion von bestimmten Allergenen zur Erlangung einer höheren Toleranz (Duldung des Körpers) dieser Allergene.


Hypotonie

Herabsetzung einer Spannung oder eines Drucks unter die Norm; auch für: (zu) niedriger Blutdruck


Hysteroskopie

Gebärmutterspiegelung