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EAP

Die erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP) ist eine intensive therapeutische Behandlung, die ambulant bei akuten und schwerwiegenden Erkrankungen angewendet wird. Sie beinhaltet z.B. bei der Behandlung von Bandscheibenvorfällen eine Kombination aus Massage, Fango, Krankengymnastik und gezieltem Muskelaufbautraining.
(Quelle:ZVK)


EbM: Evidenzbasierte Medizin

evidence (engl.) = Beweis, Nachweis; evidenzbasiert = auf der Grundlage von Beweisen;
Denk- und Vorgehensweise bei der Behandlung eines Patienten; Bei der medizinischen Behandlung wird sich hierbei auf klinische Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt, die einen Sachverhalt bewiesen oder widerlegt haben.
Bei der EbM werden auch etablierte Methoden, die unter Umständen seit langer Zeit angewandt werden, kritisch bewertet, sofern diese Methoden noch nicht systematisch hinterfragt worden sind.


Echokardiographie, Echokardiografie

Ultraschalldiagnostik des Herzens


Edikt

amtlicher Erlass (von Kaisern und Königen)


EFQM

European Foundation for Quality Management, Brüssel


Eigenblutbehandlung / Eigenbluttherapie

Die Eigenblutbehandlung (Autohämotherapie) ist eine Therapie, die zu den alternativmedizinischen Verfahren zählt und in deren Rahmen kleine Mengen (wenige Milliliter) zuvor frisch entnommenen, eigenen Blutes in den Muskel eingespritzt werden. Die Eigenblutbehandlung ist zu unterscheiden von der Eigenbluttransfusion, die zum Beispiel bei Operationen eingesetzt wird.

Das Blut, das bei der Eigenblutbehandlung zunächst aus der Vene entnommen wird, wird häufig mit Ozon behandelt, bevor es wieder injiziert wird. Es gibt verschiedene Varianten der Eigenblutbehandlung, so auch das Verfahren, das Blut unbehandelt wieder in den Körper zurückzuführen. Mit Hilfe der Eigenblutbehandlung sollen das Abwehrsystem gestärkt und Selbstheilungskräfte geweckt werden ("unspezifische Reiztherapie"). Die Eigenblutbehandlung wird unter anderem bei Allergien, rheumatischen Erkrankungen und Asthma eingesetzt.


Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM)

Der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) ist die vereinbarte Abrechnungsgrundlage zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Spitzenverbänden der Krankenkassen und gilt für die Abrechnung von medizinischen Leistungen bei Kassenpatienten
(Quelle:ZVK)


Einlagefüllungen

= indirekte Füllungen; So genannte Einlagefüllungen (Inlays) werden aus Gold oder Keramik passgenau hergestellt. Inlays werden nicht direkt im Mund, sondern indirekt – beispielsweise über einen vorher genommenen Abdruck – in einem Labor oder in der Praxis angefertigt.


EKG

Elektrokardiogramm; (kardio- = Wortteil: Herz-) ; Herzstromkurve; Registrierung der elektrischen Aktivitäten der Herzmuskelfasern.


Eklampsie, Präeklampsie

schwere schwangerschaftsbedingte Erkrankung (Bluthochdurck, Krämpfe) im letzten Drittel der Schwangerschaft


Elektroakupunktur (EAV)

EAV heißt „Elektroakupunktur nach Voll“ und ist nach der Vorstellung des entwickelnden Arztes Reinhold Voll eine Behandlungsmethode, welche die traditionelle chinesische Medizin mit modernster Elektronik kombiniert. Akupunkturpunkte werden durch elektrische Reizung zum Zweck der Heilung stimuliert.


Elektroenzephalografie (EEG)

Methode zur Gehirnstrommessung mittels auf die Kopfhaut aufgeseter Elektroden.


Elektroenzephalogramm

Grafische Auswertung einer Elektroenzephalografie.


Elektrolyt

Stoff, der sich in wässriger Lösung in Ionen auflöst und dadurch Strom leitet.


Elektromyografie

EMG; elektrisches Messen von Muskelaktivität


Elektronische Gesundheitskarte

Ab 2006 soll schrittweise die elektronische Gesundheitskarte eingeführt werden. Sie löst die bisherige Krankenversicherungskarte ab. Während letztere derzeit lediglich Verwaltungsdaten des Inhabers wie Name, Geburtsdatum und Adresse speichert, soll der Nachfolger deutlich mehr leisten. Alle Versicherten werden eine elektronische Gesundheitskarte erhalten, mit der sie administrative Funktionalitäten wie die Abwicklung des elektronischen Rezepts erledigen. Darüber hinaus wird es aber jedem Versicherten freigestellt sein, ob er die zusätzlichen Funktionen, also den medizinischen Teil, nutzen möchte oder nicht. Ferner wird die Gesundheitskarte mit einer "europäischen Rückseite" ausgestattet sein, die die Inanspruchnahme von Leistungen in den Mitgliedstaaten der EU ermöglicht.
(Quelle:ZVK)


Elektronische Patientenakte (EPA)

Die elektronische Gesundheitskarte soll auch die Einrichtung einer elektronischen Patientenakte ermöglichen. Mit den verschiedenen Ausbaustufen einer elektronischen Patientenakte (EPA) besteht in der Zukunft die Möglichkeit, alle behandlungsrelevanten Daten - vom Arzneimittelstatus bis hin zu diagnostischen Bilddaten - über die elektronische Gesundheitskarte gezielt und mit Einverständnis des Versicherten abrufen zu können.

Nur wenn der elektronische Arztausweis und die Patientenkarte in das entsprechende Lesegerät gesteckt werden, ist ein Zugriff auf die Daten möglich.
(Quelle:ZVK)


Elektronischer Arztausweis

Eine Chipkarte soll Ende 2006/Anfang 2007 den papiernen Arztausweis bundesweit ablösen. Sie soll zur Identifizierung des Arztes dienen, verschlüsselten Versand von elektronischer Post und digitale Unterschriften ermöglichen. Ohne den elektronischen Ausweis kann der Arzt nicht auf die Patientendaten der elektronischen Gesundheitskarte zugreifen. Dies soll sicherstellen, dass kein Unbefugter solche Daten eingeben oder abrufen kann.
(Quelle:ZVK)


Elektronischer Arztbrief

Arztbriefe werden zu Befunden nach Untersuchungen und nach Krankenhausaufenthalten geschrieben und dienen der Kommunikation der Behandelnden untereinander. Die elektronische Gesundheitskarte sieht vor, dass Versicherte diese Arztbriefe freiwillig und selbstbestimmt weiterbehandelnden Ärzten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich zugänglich machen.
(Quelle:ZVK)


Elektronisches Rezept

In Zukunft werden mit Hilfe der Gesundheitskarte dem Versicherten Rezepte nicht mehr auf Papier, sondern in elektronischer Form zur Verfügung gestellt, entweder auf der Karte selbst oder auf einem durch die Karte zugänglichen "eRezept-Server".

Nicht apothekenpflichtige Produkte und Leistungen wie zum Beispiel Heil- und Hilfsmittel sind zunächst nicht betroffen und werden weiter auf Papier verordnet.
(Quelle:ZVK)


Elektronystagmografie

Reizbarkeitstest der Gleichgewichtsorgane im Ohr, wobei unwillkürliche Augenbewegungen über Elektroden an Schläfen und Stirn aufgezeichnet werden.


Elektrookulogramm (EOG)

Messung der Augenbewegung


Elektrophysiologie

Die Elektrophysiologie befasst sich mit der Übertragung von elektrischen Signalen im Nervensystem. Mit elektrophysiologischen Untersuchungen können beispielsweise Sehnerverkrankungen diagnostiziert werden.


Elektroretinogramm (ERG)

Methode zur Untersuchung der Netzhautfunktion


Elektrotherapie

Unter dem Begriff der Elektrotherapie werden alle Behandlungsverfahren zusammengefasst, bei denen elektrische Energie therapeutisch genutzt wird. Im menschlichen Körper spielt die Funktion elektrischer Impulse eine wichtige Rolle: durch sie werden Informationen über die Nerven weitergeleitet. Diese Tatsache macht sich die Elektrotherapie als Verfahren der Physiotherapie zunutze. Eingesetzt werden Stromimpulse verschiedener Frequenzen. Zur Behandlung können Elektroden direkt auf der Haut angebracht werden, der elektrische Strom kann aber auch duch Wasser geleitet werden (Stangerbad).


Elilmination

Aussonderung, Beseitigung


Embolie

(griech. embolus=Keil, Pflock; emballein=hineinwerfen) plötzlicher Verschluss eines Blutweges durch einen Pfropf bzw. der Folgezustand (Infarkt), der durch den Funktionsausfall des betroffenen Organs eintritt.


Embryo

Ungeborenes bis zur 12. Schwangerschaftswoche


Embryotransfer, ET

Das Einbringen von im Reagenzglas befruchteten Eizellen in die Gebärmutter.


Emphysem

außergewöhnliche Ansammlung von Luft oder anderen Gasen in Geweben oder Organen (z.B. Lunge)


EN

Europäische Norm


Endodontie

Endodontie oder auch Endodontologie ist die Teilwissenschaft der Zahnheilkunde, welche sich mit der Prävention, Diagnose und Therapie der Erkrankungen des Zahnmarkes beschäftigt.

Die häufigste Therapieform der Endodontie ist die Wurzelkanalbehandlung. Falls der Zahnschmelz beschädigt wird, z.B. durch Karies oder einen Unfall, kann dies eine bakterielle Entzündung des innenliegenden Zahnnervs nach sich ziehen. Durch die Wurzelkanalbehandlung werden die Gewebereste des infizierten Nervs sowie die aktiven Keime aus dem Wurzelkanalsystem entfernt. Anschließend wird der betroffene Zahn versiegelt, um einen erneuten Befall zu verhindern.

Die Endodontie gibt es schon sehr lange und hat sich in der Zahnheilkunde fest etabliert.


Endometriose

Gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Tritt meist an Eierstöcken oder Eileitern auf.


Endoprothese

Prothese zur Einpflanzung in das Körperinnere (z.B. künstliche Hüftgelenke)


Endoskop

Flexibler Schlauch, an dessen Ende sich eine Lichtquelle und eine Kamera befinden.
Zum Betrachten der inneren Organe oder beispielsweise Gelenke auf einem Monitor.


Endoskopie

Betrachtung von Organen mittels eines Endoskops; teilweise kombiniert mit operativen Eingriffen.


Entero-

Wortteil: Darm-, Darmtrakt-


Entwicklungsdyslexie / -dysgraphie

Schwere Störung des Schriftspracherwerbs. Dyslexie steht für Lesestörung, Dysgraphie für Rechtschreibstörung.


Enzym

Enzyme sind körpereigene Eiweißstoffe, die für viele Stoffwechselprozesse im Körper verantwortlich sind bzw. die Umsetzung bestimmter Stoffe beschleunigen.


EPA

Europäisches Praxisassessment; Qualitätsmanagementsystem


Epidemiologie

Lehre von der Häufigkeit und Verteilung von Krankheiten und Gesundheitsstörungen; berücksichtigt werden auch Ursachen, Risikofaktoren, Verlauf und volkswirtschaftliche Folgen.


Epiduralanästhesie

lokale Anästhesie, Anästhetikum wird in den Kreuzbeinkanal gespritzt


Epikutan-Test

Allergietest, bei dem die zu testenden Stoffe mit einem Testpflaster auf die Haut geklebt werden. Das Ergebnis wird bis zu drei mal nach gewissen Zeitintervallen an der Hautreaktion "abgelesen".


Epilepsie, Fallsucht

(von griech. "anfallen", "ergreifen"); Krankheitsbild, bei dem wiederholt Krampfanfälle auftreten; die Ursachen können unterschiedlich sein (zum Beispiel hirnorganische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen); unter Umständen ist keine Ursache erkennbar.


Ereigniskorrelierte Potentiale (EKP)

Bestimmte Wellenformen im Elektroenzephalogramm, die in Sinneswahrnehmungen oder bewusster Hirntätigkeit begründet sind.


Ergometer

Fahrradartiges, feststehendes Sportgerät, das erbrachte Leistung, etwa während eines Belastungs-EKG, misst.


Ergonomische Arbeitsplatzberatung

Unter Ergonomischer Arbeitsplatzberatung versteht man die Anpassung der Sitz-, Tisch- und Arbeitshöhen, sowie die Optimierung der Arbeits- und Bewegungsabläufe.
Hierzu werden oft Rückenschulen und Herz-Kreislauf-Training angeboten. Ergonomische Arbeitsplatzberatung wird meist von Physiotherapeuten als Vorsorge vor Rückenschäden oder als Therapieergänzung angeboten.
Ist ein Betrieb an der Gesundheit seiner Mitarbeiter interessiert und ermöglicht eine solche Arbeitsplatzberatung, fällt dies in den Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung.


Ernährung

Grundlage für die Lebenserhaltung aller Lebewesen. Für den Menschen steuert sie über die reine Existenzerhaltung hinaus sein körperliches, geistiges, psychisches und soziales Wohlbefinden. Der bewusste Umgang mit Speisen und Getränken ist eine wesentliche Dimension der menschlichen Kultur. Eine hochwertige Ernährung ist eine Voraussetzung für die menschliche Gesundheit. Durch die Aufnahme minderwertiger oder schädlicher Lebensmittel kann die körperliche Gesundheit nachhaltig geschädigt werden. Ein großer Teil der Gesundheitsprobleme ist Folge falscher, mangelhafter oder unzureichender Ernährung. Die Folgen einer falschen Ernährung zeigen sich oft erst Jahrzehnte später.


Ersatzkasse

Träger der gesetzlichen Krankenversicherung
Ursprünglich wurde eingegrenzt, wer einer Ersatzkasse beitreten durfte. Diese Eingrenzung erfolgte beispielsweise nach Berufsgruppe oder -stellung, Bezirk oder regional.
Seit 1996 sind die Ersatzkassen "offen", das heißt, dass jeder Versicherungspflichtige sich dort versichern kann.


Erst-Trimester-Screening

Blutuntersuchung und Ausmessen der Nackenfalte des ungeborenen Kindes zur Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Chromosomenabnormalität innerhalb der 11.-13. Schwangerschaftswoche. Je dicker diese Falte, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer fehlerhaften Erbanlage.


Erythrozyt

rotes Blutkörperchen; transportiert Sauerstoff im Organismus.


ESWL

Methode zur Nierensteinzertrümmerung mittels Stoß- /Schallwellen. Hierzu werden die Stoßwellen von außen auf den Stein gerichtet und dieser wenn möglich so weit zertrümmert, dass die Überreste auf natürlichem Weg ausgeschieden werden können.


Europäische Krankenversichertenkarte

Sie ersetzt den bisher bei Krankheitsfällen im Ausland üblichen "Auslandskrankenschein" E 111. Deutsche Versicherte können dann mit dieser Plastikkarte oder einer Ersatzbescheinigung in Papierform ohne weitere Formalitäten im Ausland einen Arzt konsultieren, allerdings nur wegen Leistungen, die nicht der Zustimmung der Krankenkasse bedürfen.
(Quelle:ZVK)


Exfoliativ-Zytologie

Gynäkologische Abstrichuntersuchung zur Krebsfrüherkennung.


Exsikkose

Austrocknung


Extensionstherapie

Streckung der Wirbelsäule


Exterozeptor, Exterorezeptor

Rezeptor, der Endorgan der Sinnesorgane ist und durch Umweltreize erregt wird


Extremität

obere bzw. untere Gliedmaße