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Bahnungssystem nach Brunkow

Das Bahnungssystem nach R. Brunkow ist eine Behandlungstechnik, welche auf die Verbesserung der Haltung und Bewegung des Menschen abzielt. Zentrales Thema ist der Zusammenhang zwischen der menschlichen Motorik und dem Stützpunkt (punctum fixum), von welchem sich der Mensch gegen die Schwerkraft aufrichtet.


Bakterium

Einzeller; Krankheitserreger


Ballonkatheterdilatation

Aufdehnung verengter Schlagadern mit Hilfe eines Ballons, der mittels eines Katheters an die verengte Stelle gebracht wird und sich dort mit einem Ruck entfaltet.


Balneologie und Medizinische Klimatologie

Balneologie und Medizinische Klimatologie umfasst die therapeutische Anwendung natürlicher Heilquellen, Heilgase und Peloide (Sedimente wie Lehm, Kalk- oder Kieselschlamm) in Form von Bädern, Trinkkuren und Inhalationen nach festgelegtem Heilplan unter Einbeziehung von Diät, Ruhe und Bewegung sowie landschaftlicher und klimatischer Faktoren. Ausschließlich Ärzte, die in einem amtlich anerkannten Bade- oder Kurort tätig sind, dürfen die Bezeichnung „Badearzt“ oder „Kurarzt“ führen.


Basale Stimulation

Die sogenannte Basale Stimulation (entwickelt von Prof. Andreas Fröhlich) ist ein Förderkonzept für schwerst-mehrfachbehinderte Menschen. Es gewinnt aber zunehmend auch Bedeutung in der Behandlung von dementen Menschen im letzten Stadium. Mit der Basalen Stimulation sollen alle Wahrnehmungsebenen gefördert werden.


Basaliom

Krebstumor

Form von Hautkrebs, der meist an den Körperstellen auftritt, die häufiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind/ waren, aber nur selten Metastasen bildet.


Bass-Technik

Zahnputztechnik; In einem Winkel von 45° werden die Borsten der Zahnbürste auf Zähne und Zahnfleisch aufgesetzt. Vibrierende, kurze Bewegungen werden unter leichtem, gleichmäßigem Druck durchgeführt, abschließend wird die gelöste Plaque mit einer Drehbewegung in Richtung Zahnkrone ausgewischt. An derselben Stelle ist das Vorgehen mehrmals zu wiederholen. Systematisch werden zunächst alle Zähne im Oberkiefer, dann die im Unterkiefer geputzt.
Quelle: Wikipedia


Beckenbodengymnastik

Beim Beckenboden handelt es sich um ein Muskelgeflecht, das verschiedenen inneren Organen (z. B. Blase, Darm, Gebärmutter) Halt bietet. Erschlafft diese Muskulatur, können die Organe nach unten hin absacken, was wiederum zur Folge hat, dass die Schließmuskeln Druckbelastungen beim Husten, Lachen oder Heben von schweren Gegenständen nicht mehr standhalten können und so Harn ungewollt abgeht.
Ziel der Beckenbodengymnastik ist es, die Muskulatur des Beckenbodens zu trainieren, um eine Halte- bzw. Schließfunktion zu gewährleisten. Hierbei gibt es besondere Trainingsformen, die unter fachkundiger Anleitung eines Physiotherapeuten oder Krankengymnasten angewendet werden.


Behandlungssprache

Sprache, in der die Therapie durchgeführt wird (z. B. deutsch, englisch, usw.)


Behindertenbehandlung

Die zahnärztliche Versorgung behinderter Patienten bedingt unter Umständen bestimmte technische Voraussetzungen.


Beipackzettel

Informationsblatt des Herstellers für den Patienten über das betreffende Arzneimittel


Beitragsbemessung

Jede gesetzliche Krankenkasse erhebt Beiträge, um ihren Mitgliedern und deren Familienangehörigen medizinische Leistungen gewähren zu können. Gewöhnlich zahlen Mitglied und Arbeitgeber jeweils die Hälfte des Beitrags, der einem festgelegten Prozentsatz des Arbeitseinkommens entspricht. Der Beitragssatz ist so hoch zu bemessen, dass mit der Gesamtheit aller Beiträge die voraussichtlichen Ausgaben eines Jahres gedeckt werden können.
(Quelle:ZVK)


Beitragsbemessungsgrenze

Gesetzlich Krankenversicherte müssen nicht von jedem Arbeitsverdienst Beiträge leisten, sondern nur bis zu einer gewissen Höhe, der Beitragsbemessungsgrenze. Diese legt einmal im Jahr der Bundesarbeitsminister fest.
(Quelle:ZVK)


Beitragssatz

Nach dem für die gesetzliche Krankenversicherung geltenden Versicherungsprinzip ist die Höhe des Beitrags einer Krankenkasse so festzusetzen, dass mit den Einnahmen die voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkasse gedeckt werden können.
(Quelle:ZVK)


Beitragssatzstabilität

Seit 1993 gilt das Gebot der Beitragssatzstabilität. Es besagt, dass Krankenkassen und Leistungserbringer im Gesundheitswesen (beispielsweise die niedergelassenen Ärzte) ihre Vergütungsvereinbarungen so treffen sollen, dass dadurch die Beiträge für die Versicherten nicht erhöht werden müssen. Ausnahmen: 1) die medizinische Versorgung ist anders nicht zu gewährleisten und 2) Ausgabensteigerung auf Grund von Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen.
(Quelle:ZVK)


Belastungsgrenze

Diese Grenze legt fest, wie viel Prozent von seinem Einkommen ein gesetzlich Versicherter höchstens bei der Gesundheitsversorgung zuzahlen muss. Derzeit müssen schwerwiegend chronisch kranke Menschen maximal ein Prozent, alle anderen gesetzlich Versicherten höchstens zwei Prozent zuzahlen.
(Quelle:ZVK)


Belegarzt

Dieser an sich in seiner Praxis ambulant tätige Arzt mietet in einer Klinik Betten an (belegt die Betten) und kann dadurch seine Patienten auch stationär behandeln.


Belegbetten

Betten, die ein Belegarzt von einem Krankenhaus zur Verfügung gestellt bekommt. Dieser an sich in seiner Praxis ambulant tätige Arzt mietet diese Betten an (belegt die Betten) und kann dadurch seine Patienten auch stationär behandeln.


Benchmarking

(benchmark, engl. = Maßstab, Vergleichspunkt); Vergleich von (gleichartigen) Objekten anhand genau festgelegter Merkmale; Möglichkeit, durch diesen direkten Vergleich Verbesserungen herauszufinden ("Optimierungsmöglichkeiten von einem "besseren" für ein "schlechteres" Objekt abgucken").


Benzodiazepine

Wirkstoffe mit beruhigender, angst- und spannungslösender Wirkung; Gefahr der psychischen Abhängigkeit.


Berechnungsgrundlage

Von dem versicherungspflichtigen Arbeitsentgelt müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen bestimmten Beitragssatz jeweils zur Hälfte bezahlen. Berücksichtigt wird das Arbeitsentgelt aber nur bis zu einer gewissen Höhe. Was Arbeitnehmer über diese Beitragsbemessungsgrenze hinaus verdienen, bleibt unveranschlagt.
(Quelle:ZVK)


Betäubungsmittel

(sehr stark wirksames) Medikament, für das ein bestimmtes Rezeptformular erforderlich ist (z.B. Morphinpräparate)


Betreuungsverfügung

Durch eine Betreuungsverfügung entscheidet man selbstbestimmt, wen das Vormundschaftsgericht als persönlichen Betreuer einsetzen soll für den Fall, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten zu erledigen. Diese Situation ist beispielsweise nach einem Unfall oder einer Erkrankung denkbar.


Betriebliche Gesundheitsförderung

Die Betriebliche Gesundheitsförderung soll Wohlbefinden, Motivation, Leistungsfähigkeit und gesunde Lebensweise der Mitarbeiter fördern.
Arbeitsbelastungen, Kommunikationsprobleme und krankheitsbedingte Fehlzeiten sollen so reduziert werden.
Firmen, die Betriebliche Gesundheitsförderung anbieten wollen, können sich an die Berufsgenossenschaften oder Krankenkassen wenden. Als gesundheitsfördernde Maßnahmen werden u.a. Stress- und Krisenbewältigung, Kommunikationstraining, Rückenschule, Hilfe bei der Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheitsseminare und Ernährungsberatungen angeboten.


Betriebsarzt

Werksarzt; Ein Betriebsarzt ist einer Unternehmensleitung unterstellt und verfügt über Kenntnisse in Arbeitsmedizin. Seine Aufgaben bestehen darin, den Arbeitgeber in Fragen des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit zu unterstützen und zu beraten, medizinische Untersuchungen durchzuführen und Arbeitnehmer zu beurteilen sowie zu beraten.


Betriebskrankenkasse

Träger der gesetzlichen Krankenversicherung
Betriebskrankenkassen können von Betrieben mit mehr als 1000 Mitgliedern gegründet werden, wobei die Mehrheit der Gründung zustimmen muss. Seit 1996 sind die Betriebskrankenkassen "offen", das heißt, dass jeder Versicherungspflichtige sich dort versichern kann.


Betriebsmedizin

Betriebsmedizin umfasst die Vorbeugung, Erkennung und Begutachtung von durch das Arbeitsgeschehen verursachten Erkrankungen und Berufskrankheiten, Maßnahmen zur Unfallverhütung am Arbeitsplatz und die Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des arbeitenden Menschen.


Beweglichkeit

Beweglichkeit wird charakterisiert durch die Merkmale Gelenkigkeit (sie ergibt sich aus Struktur und Form der am Gelenkaufbau beteiligten Knochen) und Dehnfähigkeit (sie bezieht sich auf die gelenkumgebenden bindegewebigen Strukturen wie Sehnen, Bänder, Gelenkkapseln und Muskeln).
(Quelle: ZVK)


BG-Patient

BG = Berufsgenossenschaft; Beschäftigte, die einen Arbeitsunfall erlitten haben oder an einer Berufskrankheit leiden, werden durch die Berufsgenossenschaften medizinisch, beruflich und sozial rehabilitiert.


Bilobektomie

Entfernung zweier Lungenlappen


Bindegewebe

Körpergewebe, das Nerven und Gefäße enthält und die Organe mit ihrer Umgebung/Nachbarschaft verbindet


Bindegewebsmassage (BGM)

Die Bindegewebsmassage gehört zu den sogenannten reflextherapeutischen Verfahren (Reflex = automatisierte Reaktion des Organismus auf eine Reizung) und ist eine Sonderform der Massage. Durch die Behandlung der Bindegewebszonen werden diejenigen inneren Organe, Drüsen und Gefäße beeinflusst, die dieser Bindegewebszone zugeordnet sind.
Bei der Ausführung der Bindegewebsmassage können verschiedene Techniken zum Einsatz kommen (Zugreize auf Gewebe, Hautverschiebung); allen Techniken gemeinsam ist bei der korrekten Anwendung eine Art "brennendes" oder "schneidendes" Gefühl, das beim Patienten hervorgerufen wird.
Anwendungsgebiete für die Bindegewebsmassage sind in erster Linie Durchblutungsstörungen, aber auch Migräne, Magen-Darm-Störungen, Atmungserkrankungen oder Menstruationsbeschwerden.
Kontraindikationen (= Umstände, die der therapeutischen Maßnahme entgegenstehen): Herzklappeninsuffizienz, Schwangerschaft (Abortgefahr).


Bindungsstörung

Grundsätzlich existieren zwei Formen von Bindungsstörungen.
Die erste ("gehemmte") Form beinhaltet soziale und emotionale Funktionsstörungen, wie beispielsweise Unglücklichsein und Ängste.
Die zweite ("ungehemmte") Form zeigt kaum emotionale Störungen, dafür aber verstärkt soziale.
Die erste Form resultiert häufig aus Verwahrlosung und / oder emotionaler Vernachlässigung während der Kindheit. Hieraus entsteht meist die zweite Form, die sich etwa im Vorschulalter äußert.


Biofilm

Dünne Schleimschicht, welches sich aus einem Netzwerk von Mikroorganismen (u.a. Bakterien) zusammensetzt.


Bioimpendanz-Analyse

Bestimmung der Zusammensetzung der Körpermasse aus Wasser, Organen, Knochen, Muskulatur und Fett.


Biokompatibler Zahnersatz

Zahnersatz besteht aus körperfremden Materialien (Metalle, Kunststoffe oder Keramik). Eine Verträglichkeit dieser körperfremden Zahnersatz-Materialien ist natürlich unabdingbare Voraussetzung für deren Einsatz. Den Begriff "Biokompabilität" kann man mit "Gewebeverträglichkeit" übersetzen. Die Bedeutung von "biokompatibel" wird auch deutlich, wenn man sich die Übersetzung der Wortbestandteile anschaut: "bio" heißt "das Leben betreffend", "kompatibel" bedeutet "austauschbar, vereinbar, verträglich".

Biokompatibler Zahnersatz ist Zahnersatz, dessen Material vom Körper bzw. Gewebe akzeptiert wird. Besonders für Allergiker ist biokompatibler Zahnersatz von Bedeutung.

Ein Material, das sehr gut körperverträglich ist, ist beispielsweise Keramik. Dabei entspricht Keramik nicht nur den Voraussetzungen von biokompatiblem Zahnersatz, sondern ist darüber hinaus auch aus ästhetischen Gesichtspunkten ein Material erster Wahl. Ein weiterer extrem bioverträglicher Werkstoff ist Titan. Titan findet überwiegend Einsatz als Zahnimplantat.


Biokybernetik

Biokybernetik ist die Wissenschaft, welche sich mit den Steuerungs- und Regelungsvorgängen in Organismen und Ökosystemen beschäftigt. Sie untersucht zum Beispiel Prozesse wie die Regulierung der Körpertemperatur.


Bionator

ist ein lose zu tragender, graziler Kunststoffkörper mit Drahtelementen, welcher auch als "Turngerät für den Mund" bezeichnet wird. Ein Bionator (Gebissregler) formt ohne Gewalt oder Zwang mit jedem Schlucken und während des Sprechens mit der selbst aufgewendeten Kieferkraft die natürliche Zahnhaltung des Patienten.


Biopsie

Untersuchung einer dem lebenden Organismus entnommenen Probe (Gewebeprobe)


Bioresonanztherapie (BRT)

Die Bioresonanztherapie ist eine Methode der Alternativmedizin, die 1977 von dem deutschen Arzt Franz Morell und seinem Schwiegersohn Erich Rasche eingeführt wurde. Sie ist auch unter den Begriffen „MORA-Therapie“ oder „Multiresonanztherapie“ bekannt.
Die Bioresonanztherapie basiert auf der Annahme, dass es Energie-/Biofelder des Körpers bzw. der Organe gibt, deren krankhafte/gestörte Strömungen mit Geräten gemessen und durch therapeutische Ströme in gesunde Schwingungen umgesetzt werden können. Hierzu werden dem Patienten Elektroden auf der Haut platziert. Vertreter der Bioresonanztherapie gehen davon aus, dass auf diese Weise Krankheitsherde in Erfahrung gebracht und geheilt werden können.
Beispielsweise Allergien, Migräne, chronische Schmerzen oder Schlafstörungen sollen durch die Bioresonanztherapie bekämpft werden können.

Der Erfolg der Bioresonanztherapie ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen, die Therapie wird von den Krankenkassen in den meisten Fällen nicht übernommen.


Blase

"Blase" ist die Kurzbezeichnung für die Harnblase. Im menschlichen Körper gibt es weitere Blasen, so die Gallenblase und die Fruchtblase.

Eine Entzündung der Harnblase durch infektiöse Erreger wird Zystitis genannt. Die Blasenentzündung wird durch die Unterkühlung des Unterleibs begünstigt, da hierdurch die Abwehrkräfte der Blase herabgesetzt werden. Frauen leiden häufiger als Männer an Blasenentzündung, da sie eine kürzere Harnröhre haben und die Erreger somit leichter zur Harnblase vordringen können.

Aus den Nieren läuft über die Harnwege Urin in die Blase. In der Blase, die Blase ist ein dehnbares Hohlorgan, wird der Urin aufgenommen und kontrolliert über die Harnröhre ausgeschieden. Die Funktionalität der Blase fußt auf der Muskulatur, von der die Blase umgeben ist. Diese Muskeln, die sich an den Blasenwänden befinden, signalisieren bei Dehnung dem Gehirn Harndrang, also, dass eine Ausscheidung des angesammelten Urins stattfinden muss. Ebenso sind die Muskeln der Blase zuständig für den Verschluss der Harnleiter.

Von Inkontinenz ist die Rede, wenn Urin nicht mehr kontrolliert zurückgehalten werden kann.


Bleaching – Bleichen von Zähnen

Zähne werden durch chemische Prozesse mit zunehmendem Alter dunkler. Mit Hilfe geeigneter Chemikalien (meist starke Oxidationsmittel) kann dieser Prozess umgekehrt werden. Die Behandlung sollte unter zahnärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Bleichmittel für den Hausgebrauch sind mit äußerster Skepsis zu betrachten; bei falscher Anwendung kann mehr Schaden als Nutzen entstehen!


Blutdruck, arterieller

Durch das Pumpsystem des Herzens herrscht in dem Gefäßsystem eine gewisse Druckschwankung (Druckpulswelle). Diese an allen Orten des arteriellen Systems auftretenden Druckänderungen ermöglichen die Bestimmung der arteriellen Blutdruckwerte, die besonders wichtige Kreislaufparameter darstellen. Der systolische (maximale) Druck - gemessen am Oberarm - beträgt beim gesunden Erwachsenen normalerweise 110 bis 130 mm / HG, der diastolische (untere) Blutdruckwert 70 bis 85 mm / HG.


Bluttransfusionswesen

Bluttransfusionswesen umfasst die Kenntnis der Lagerung und daraus entstehenden Veränderungen von Blut- und Blutbestandteilkonserven, deren Bereitstellung zu therapeutischen Zwecken und die Beurteilung der heilkundlichen Auswirkungen von Transfusionen, aber auch von transfusionsbedingten Nebenwirkungen und Zwischenfällen.


Blutzucker

Glucose-Gehalt des Blutes


Bobath (Erwachsene)

Das Bobath-Konzept als Behandlungsmethode für Erwachsene wird sowohl in der Ergotherapie als auch in der Physiotherapie angewandt.
Die Behandlungsmethode wurde von dem englischen Ärztepaar Dr. Berta Bobath und Dr. Karl Bobath entwickelt. Das Konzept beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Wahrnehmung und Bewegung. Bobath versucht, die Tonusverhältnisse des Körpers (= Spannungs- bzw. Erregungszustand eines Gewebes, Muskels, des Blutgefäßsystems, des vegetativen Nervensystems), verstanden als ein ganzheitliches System, zu normalisieren, um eine angemessene Bewegungsmöglichkeit zu schaffen. Bei der Behandlung werden unter anderem folgende Elemente eingesetzt: Hemmung krankhafter Haltungs- und Bewegungsmuster sowie Aktivierung normaler Haltungs- und Bewegungsreaktionen.


Bobath (Kinder)

Behandlungsmethode, die bei Kindern ausschließlich von Physiotherapeuten eingesetzt wird.


Bone Spreading, Knochenspreizung

Der zahnhaltende Kieferknochen ("Kamm"), wird von oben, meist per Hand, mit einem Spreizinstrument (Beitel, Meißel, etc.) oder einem kleinen Bohrer gespalten. Dies ist nötig, wenn in eine bereits geschlossene Zahnlücke ein Zahnimplantat im Knochen verankert werden soll.


Bonusprogramm

Die Krankenkassen haben die Möglichkeit, ihren Versicherten Bonusprogramme anzubieten, bei denen die Teilnahme an der Integrierten Versorgung beispielsweise mit verringerten Zuzahlungen oder Beitragsermäßigungen belohnt wird. Zum Bonusprogramm gehört z. B. die regelmäßige Teilnahme an Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen. Auch wer sich in ein Hausarztsystem einschreibt, an Präventions- oder speziellen Chronikerprogrammen teilnimmt, kann von einem Bonus seiner Krankenkasse profitieren.
(Quelle:ZVK)


Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)

auch: Borderline-Syndrom
Persönlichkeitsstörung, die sich unter anderem durch Stimmungsschwankungen, extrem ausgeprägten Emotionen oder Selbstverletzungen äußert.
Die Behandlungsmöglichkeiten erstrecken sich über diverse Medikamente (z.B. Antidepressiva) bis hin zur Psychotherapie.


Botanik

Pflanzenkunde


Brachytherapie

Strahlentherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen.


Brackets

Befestigungselemente für kieferorthopädische Apparaturen (Zahnspangen); Die Brackets werden mit geeigneten Klebern auf den Zahnoberflächen fixiert.


Braunüle

Kanüle, die mehrere Tage in der Vene bleiben kann und aus einer Hohlnadel mit Teflon- oder Kunststoffüberzug besteht, der nach dem Ziehen der Nadel in der Vene verbleibt (Venenverweilkatheter), z. B. bei intravenöser Medikamentengabe.


Bronchien, Bronchus

Hohlorgane der Lunge, die der Leitung der Atemluft dienen (in Fortsetzung der Luftröhre)


Brücke

Festsitzender Zahnersatz zur Überbrückung fehlender Zähne. Brücken werden an so genannten Pfeilerzähnen befestigt. Je nach Anzahl der fehlenden Zähne unterscheidet man zwischen ein- und mehrspannigen Brücken. Die überbrückten Zähne nennt man Brückenglieder. Einen Sonderfall stellt die Freiendbrücke dar, die nur auf einer Seite der Lücke (meist mehrere) Pfeiler hat. Als Ausnahme anzusehen sind herausnehmbare Brücken. Eine Brücke besteht stets aus Brückenankern und Brückenzwischengliedern. Die Brückenanker werden an Pfeilerzähnen befestigt, welche die auf die Brücke wirkenden Kaukräfte aufnehmen. Sie müssen daher eine ausreichende Stabilität aufweisen. Besonderer Augenmerk bei der Erstellung einer Brücke muss auf die Zahnhygiene gelegt werden. D. h. die Brücke wird so konzipiert, dass sie allseitig zu reinigen ist oder dass garantiert ist, dass sich keine Nahrungsreste zwischen Brücke und Kiefer bzw. Pfeilerzähnen festsetzen können.


Brügger-Therapie

Die Therapie ist nach Dr. med. Alois Brügger benannt, einem schweizer Neurologen und Psychiater, der Krankheiten des Bewegungsapparates und des Nervensystems erforscht hat.
In der Brügger-Therapie wird nach Störfaktoren gesucht, die die aufrechte Haltung des Körpers beeinträchtigen, da nach Brügger viele bekannte Erkrankungen des Bewegungsapparates auf Fehlbelastungen von Wirbelsäule und Gelenken zurückzuführen sind, die durch eine schlechte Körperhaltung im Alltag entstehen.
Der Grundgedanke ist folgender: Bei einem beliebigen Schaden des Organismus werden bestimmte Signale an das zentrale Nervensystem gesandt, um diese Störung bekannt zu geben. Die Folge kann sein, dass unbewusst ein "Schon- oder Schutzprogramm" in Gang gesetzt wird, in dessen Rahmen z. B. bestimmte Bewegungen, die den Schaden vergrößern würden, in ihrer Ausführung verändert werden (Ausweichbewegungen). Dieses Schonprogramm wird dabei oft an einer völlig anderen Stelle ausgeführt als an derjenigen, an der der eigentliche Schaden verursacht wird.
Nach Diagnose des verursachenden Schadens wird lokal behandelt, oft unter Zuhilfenahme von Wärme.


Bueva Test

Basisdiagnostik für umschriebene Entwicklungsstörungen im Vorschulalter
Schulreifetest, bei dem Artikulation, Grammatik und Konzentrationsfähigkeit getestet werden.


Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände e. V. (BHV)

1997 schlossen sich die sechs größten Verbände der folgenden Berufsgruppen zur Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände e. V. (BHV) zusammen:
* Physiotherapeuten/ Krankengymnasten
* Masseure und med. Bademeister
* Logopäden
* Ergotherapeuten

Die BHV vertritt als maßgebliche Spitzenorganisation nach § 125 SGB V die berufspolitischen Interessen der Heilmittelerbringer auf der Bundesebene. Sie ist für die Belange der Heilmittelversorgung Ansprechpartnerin der Politik, der Ministerien, der Selbstverwaltungsorgane, anderer bedeutender Organisationen des Gesundheitswesens sowie der Medien.
(Quelle:ZVK)


Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) e.V.

In der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) e.V. arbeiten 73 Organisationen und Einrichtungen (Bund und Länder, Sozialpartner, Gesetzliche Unfallversicherung, Gesetzliche Krankenversicherung, Hochschuleinrichtungen, Institutionen und Fachverbände) mit der Zielsetzung, zusammen die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland zu verbessern.
(Quelle:ZVK)


Bundesärztekammer (BÄK)

Die Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Ärztekammern) ist die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung; sie vertritt die berufspolitischen Interessen der 394.432 Ärztinnen und Ärzte (Stand: 31.12.2004) in der Bundesrepublik Deutschland. Die BÄK unterstützt die Arbeit der Ärztekammern und nimmt dabei mittelbar auch gesetzliche Aufgaben wahr. Unmittelbare gesetzliche Aufgaben sind der BÄK u. a. im Rahmen der Qualitätssicherung sowie der Transplantationsgesetzgebung zugewachsen.
(Quelle:ZVK)


Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung gGmbH (BQS)

Seit 2001 leitet und koordiniert die BQS Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung gGmbH (BQS) in Düsseldorf die inhaltliche Entwicklung und organisatorische Umsetzung der externen vergleichenden Qualitätssicherung nach § 137 Sozialgesetzbuch V in den deutschen Krankenhäusern.

Fachleute der Medizin und der Pflege diskutieren mit der BQS über Qualität in Medizin und Pflege. Gewähr für den Rang der Sachkundigen in den BQS-Fachgruppen leisten die

* Bundesärztekammer,
* die Deutsche Krankenhausgesellschaft,
* der Deutsche Pflegerat,
* die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen
* der Verband der privaten Krankenversicherung
* die wissenschaftlichen Fachgesellschaften.

Für die Betreuung der Qualitätssicherungsmaßnahmen arbeitet in der BQS ein Expertenteam aus Fachärzten, Informatikern und Biometrikern zusammen. Diese Expertenteams stellen in enger Zusammenarbeit mit den Fachgruppen die Entwicklung, den Routinebetrieb und die Weiterentwicklung der Messinstrumente für die Qualitätssicherung sicher.
(Quelle:ZVK)


Bundesvereinigung für Gesundheit e.V. (BfGe)

Die Bundesvereinigung für Gesundheit ist ein gemeinnütziger, politisch und konfessionell unabhängiger Verband. 106 Organisationen sind zurzeit Mitglied der BfGe, darunter vor allem Verbände des Gesundheitswesens, wie z.B. die Bundesärztekammer, die Spitzenverbände der Krankenkassen sowie Verbände der Heil- und Hilfsberufe, aber auch Bildungseinrichtungen und Akademien.
(Quelle:ZVK)


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA hat das Ziel, die Bereitschaft der Bürger zu einem verantwortungsbewussten, gesundheitsgerechten Verhalten und zur sachgerechten Nutzung des Gesundheitssystems zu fördern. Sie führt dazu bundesweite Aufklärungskampagnen durch und stärkt durch Qualitätssicherungsmaßnahmen die Effektivität und Effizienz gesundheitlicher Aufklärung. Schwerpunkte der Präventions- und Aufklärungsarbeit der BZgA:

* Suchtvorbeugung
* Aidsaufklärung
* Sexualaufklärung, Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung
* Kinder- und Jugendgesundheit
* Förderung der Organspende
* Förderung der Blut- und Plasmaspende
* Ernährungsaufklärung
* Förderung des Nichtrauchens
(Quelle:ZVK)


Burnout-Syndrom

Chronischer Erschöpfungszustand, oft durch extrem hohe (nicht körperliche) Arbeitsbelastung ausgelöst.
Häufige Symptome sind unter anderem Schuldgefühle, Depressionen oder Schlafstörungen.
Meist wird zu einer Psychotherapie geraten.


Bursitis

Schleimbeutelentzündung


BVDD

Berufsverband der Deutschen Dermatologen


Bypass

künstlicher Umgehungskreislauf bei Unterbrechungen des normalen Blutkreislaufs