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Abdomen

lat.: Bauch


Ablation

das Abtragen, Entfernen


Abort

Fehlgeburt


Abrasion

Abschaben; Abtragen von Material


Abstrich

med. Routinemaßnahme; Von der Haut- oder Schleimhautoberfläche wird zu diagnostischen Zwecken, d.h. zur Erkennung möglicher Krankheiten, Untersuchungsmaterial entnommen (z.B. mit Tupfern oder kleinen Spateln).


Abszess

Absonderung, Eitergeschwür


Achondroplasie

Störung der Knorpelbildung; führt zu Kleinwuchs vor allem der Extremitäten (Arme, Beine).


Adaption

Anpassung, Anpassungsvermögen


ADHS / ADS

Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
Psychische Störung, meist bei Kindern, die sich durch mangelndes Konzentrations- und Durchhaltevermögen, sowie Hyperaktivität bemerkbar macht. Die Therapie dieser Störung muss individuell auf den Patienten zugeschnitten werden, da sehr viele Faktoren einfließen.


Adipositas

heißt auch Fettleibigkeit und meint ein schweres Übergewicht, welches als Gesundheitsstörung, bei der der Betroffene zu viel Fettgewebe besitzt, behandelt werden kann.


Aerosolinhalation

Inhalation, bei der das einzunehmende Medikament in feinste Teilchen zerstäubt wird, und so direkt über Lunge oder Bronchien besser aufgenommen werden kann.


Affekt

(lat. affectus = Gemütszustand); Gemütserregung; Relativ kurz andauerndes, stark ausgeprägtes Gefühl, wie zum Beispiel Freude, Angst oder Scham.


Affolter-Konzept

Frau Felicie Affolter entwickelte ihr Konzept während ihrer jahrelangen Arbeit mit wahrnehmungsgestörten Kindern.
Handlungsabläufe, die von Patienten mit Wahrnehmungsproblemen nicht ausführbar sind, werden gemeinsam mit dem Therapeuten ausgeführt. Dadurch werden alltägliche Handlungsabläufe wieder erfahren, begriffen, spürbar, vertrauter; selbständiges Handeln wird möglich und ein Lernprozess beginnt.


Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.


Akne

Meint eine entzündliche Hautkrankheit, die in erster Linie die Talgdrüsen und Haarwurzeln betrifft. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen der Haut und tritt meistens in der Pubertät auf und klingt bis zum 30. Lebensjahr, meist auch ohne Therapierung, wieder ab. Hauptursache ist eine gesteigerte Talgproduktion, welche durch die hormonellen Prozesse während der Pubertät begünstigt wird.


Aktivator

Kieferorthopädisches Behandlungsgerät, das die Muskelkräfte der Kaumuskulatur zur Kieferumformung und Bissverlagerung nutzt; wird zwischen Ober- und Unterkiefer platziert und ist herausnehmbar.


Akupunktur

Methode, bei der mit dünnen Nadeln in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen wird. Die Methode basiert auf der Annahme, dass zwischen den einzelnen Körperorganen und der Haut Wechselwirkungen bestehen. Wissenschaftliche Erklärungen für belegbare Erfolge gehen davon aus, dass die Nadelstiche die Schmerzpforte im Stammhirn verschließen oder dass die Nadelreizungen schmerzlindernde körpereigene Endorphine (Stoffe mit opiatartiger Wirkung) freisetzen.


Akupunktur in der Zahnmedizin

Das Wort Akupunktur leitet sich aus den lateinischen Begriffen "acus" = Nadel und "pungere" = stechen her. Bei der Akupunktur wird mit dünnen Nadeln in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen. Es gibt klassische Akupunkturpunkte, die auf den so genannten Meridianen liegen. Meridiane sind Bahnen, die Organen zugeordnet sind; so gibt es beispielsweise den Magen-Meridian oder den Herz-Meridian.

Akupunktur kann unterstützend auch in der Zahnheilkunde angewandt werden. Das Setzen von Akupunkturnadeln kann beispielsweise bei Geschmacksstörungen, entzündlichen Schleimhautveränderungen oder zur Reduktion des Würgereizes während der zahnmedizinischen Behandlung hilfreich sein. Außerdem können durch Akupunktur Verspannungen gelöst und damit Angstgefühle herabgesetzt werden.

Akupunktur gehört zu den alternativen Heilverfahren und ist in ihrer Wirkung anerkannt. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat eine Liste veröffentlicht, in welcher Indikationen aufgeführt werden, bei der die Anwendung von Akupunktur als sinnvoll erachtet wird.

Eine besondere Form der Akupunktur ist die Ohrakupunktur (Aurikuloakupunktur). Bei diesem Verfahren der Akupunktur wird die Ohrmuschel als Reflexzone des gesamten Körpers herangezogen.


Allergen

Stoff, der eine Allergie auslöst; Unter Allergenen versteht man Stoffe ganz unterschiedlicher Art (zum Beispiel Gräserpollen, bestimmte Metalle wie Nickel oder die Ausscheidungen der Hausstaub-Milbe), auf welche der Organismus überempfindlich reagiert, beispielsweise mit Hautausschlag, Kreislaufreaktionen, tränenden Augen, verstopfter Nase bis hin zu Asthma.


Allergologie

Allergologie umfasst die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung der durch Allergene ausgelösten Erkrankungen verschiedener Organsysteme. Unter Allergenen versteht man Stoffe ganz unterschiedlicher Art (zum Beispiel Gräserpollen, bestimmte Metalle wie Nickel oder die Ausscheidungen der Hausstaub-Milbe), auf welche der Organismus überempfindlich reagiert, beispielsweise mit Hautausschlag, Kreislaufreaktionen, tränenden Augen, verstopfter Nase bis hin zu Asthma.


Allgemeine Zahnheilkunde

siehe Zahnheilkunde


Allgemeinmedizinische Grundversorgung

Unter allgemeinmedizinischer Grundversorgung wird die Behandlung und Versorgung verstanden, die der Patient mit seelischen oder körperlichen Gesundheitsstörungen erfährt, wenn er den Allgemeinmediziner als ersten Ansprechpartner aufsucht.
Dieser leistet beispielsweise mit
• körperlichen Untersuchungen
• Notfall-Erstversorgung
• Vorsorgeuntersuchungen
• Jugenduntersuchungen
• diversen EKG und Blutdruckmessungen
• Impfungen
allgemeinmedizinische Grundversorgung. Falls eine weiterführende Behandlung erforderlich ist, stellt der behandelnde Allgemeinmediziner Überweisungen an Fachärzte aus oder kooperiert mit anderen medizinischen Einrichtungen.


Alternative Zahnheilkunde

Die alternative Zahnheilkunde ist ein Bestandteil der Alternativmedizin. Diese bezeichnet Konzepte und Methoden, welche von der Schulmedizin abweichen. Bei den meisten Therapien der alternativen Zahnheilkunde fehlen aussagekräftige Langzeiterfahrungen, und es sind sehr unterschiedliche individuelle Reaktionen auf die Behandlung zu beobachten. Die Methoden der alternativen Zahnheilkunde können oftmals hilfreich sein, sind aber wissenschaftlich nicht anerkannt.


Alterszahnheilkunde

siehe Gerontostomatologie


Amalgam

Metall-Legierung, die aus Silber, Zinn und Quecksilber besteht. Amalgam wird als Füllung für Löcher (Kariesfolge) benutzt. Es wird im weichen Zustand eingebracht und verdichtet. Nach der Aushärtung weist es eine große Stabilität auf, besitzt eine äußerst lange Haltbarkeit, ist bakterienfeindlich (Karies vorbeugend) und nicht zuletzt preiswert. Amalgam ist in den letzten Jahren in Verruf geraten. Eine breit angelegte Diskussion über mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen hat zu Verunsicherung bei der Bevölkerung und der Zahnärzteschaft geführt. Internationale Studien weisen darauf hin, dass von Amalgam bei sachgerechter Verarbeitung keine begründeten Gefahren ausgehen. Die Verwendung von Amalgam ist nicht zuletzt auch wegen der gestiegenen ästhetischen Ansprüche der Patienten rückläufig.


Amalgamsanierung

Bei einigen besonders veranlagten Patienten zeigen sich schon nach kurzer Zeit Auflösungserscheinungen im Oberflächenbereich von Amalgamfüllungen. Da das dabei gelöste Quecksilber über den Verdauungsweg in alle Körperregionen gelangen kann, ist eine systematische Ausleitungstherapie zur Entgiftung des Körpers nötig, um Erkrankungen zu verhindern oder zu beenden. Die Erscheinungsbilder der möglichen Folgeerkrankungen sind vielfältig. Die bei Folgeerkrankungen notwendigen Behandlungen sind aufwändig; sie werden bezüglich Medikamentierung und Dauer für jeden Einzelfall individuell angepasst.


Amblyopie

"Schwachsichtigkeit"
Hat ihren Ursprung meist in der Kindheit und kann später nicht mehr korrigiert werden (beispielsweise einseitiges Schielen).


Ambulante Behandlung mit Narkose

Ambulante Behandlung bedeutet: der Patient wird in der Praxis behandelt und kann danach nach Hause gehen (im Gegensatz zur stationären Behandlung, bei der der Patient nach der Behandlung in einer Einrichtung – z. B. Klinik – verbleibt). Behandlungen, die unter Narkose durchgeführt werden, laufen oft nach der so genannten "ITN-Methode" (Information, Therapie, Nachsorge) in drei Schritten ab: Der erste Termin ist ein reines Informations-Gespräch zur Abklärung der notwendigen Behandlung. Der zweite Termin beinhaltet die eigentliche Therapie unter Vollnarkose, so dass der Patient nichts von der Behandlung mitbekommt. Moderne Narkoseverfahren ermöglichen eine kurzfristige Durchführung ohne langwierige Ausschlafphase; auch entstehen kaum Schmerzen oder Schwellungen. Der dritte Termin dient der Nachsorge.


Ambulante Versorgung

Das Wort "ambulant" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "spazieren gehen", "wandeln". Im Wortsinn ist die ambulante Behandlung also diejenige, zu der die Patienten hingehen, im Gegensatz zur stationären Behandlung. Die ambulante ärztliche Behandlung umfasst alle Tätigkeiten des Arztes, die zur Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten ausreichend und zweckmäßig sind.
(Quelle: ZVK)


Amniocentese

Fruchtwasseruntersuchung


Amnioskopie

Fruchtwasserspiegelung


Analdehner

Medizinisches Instrument zur Behandlung von Analfissuren oder Schließmuskelverkrampfungen und -verspannungen, welches mit Hilfe von Gleitgel in den After eingeführt wird und dort für einige Minuten verbleibt.


Analfissur

(Schleim-) Hautriss des Afters.


Analgen

schmerzstillendes Mittel


Analgesie

Unempfindlichkeit gegen Schmerz; erzielt durch Schädigung oder künstliche Blockade der Schmerzleitung.


Analgetika

schmerzlindernde Arzneimittel


Analgosedierung

Schmerzausschaltung durch Medikamentengabe mit schmerzstillender und beruhigender Wirkung.


Analogpräparat, Mee-Too-Präparat

Arzneimittel, das als Neuheit auf dem Markt eingeführt wird, sich aber hinsichtlich der Wirkungsweise kaum oder gar nicht von bestehenden Präparaten unterscheidet. Analogpräparate sind, z.B. aufgrund einer leicht veränderten Molekülsturktur der Wirkstoffe, neu patentierbar.


Anämie

Blutarmut


Anamnese

(griech.) = Erinnerung;
Vorgeschichte des Patienten hinsichtlich seiner Krankheiten aber auch hinsichtlich seines sozialen (beruflichen, familiären) Umfeldes.
Eigenanamnese: der Patient macht Angaben zu seiner eigenen Vorgeschichte.
Fremdanamnese: andere Personen (z. B. Familienangehörige) machen Angaben zur Vorgeschichte des Patienten.


Anästhesie

Schmerzausschaltung. Es wird zwischen örtlicher und allgemeiner Anästhesie unterschieden. Die allgemeine Anästhesie betrifft den ganzen Körper und wird auch als Narkose bezeichnet.


Anatomie

Lehre vom Bau der Körperteile
(Quelle: ZVK)


Andrologie

Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Potenz und der Fruchtbarkeit des Mannes befasst.


Angina Pectoris

Anfallsartiges Engegefühl in der Brust, zusammen mit Atembeklemmungen. Wird ausgelöst durch Durchblutungsstörungen im Herzen.


Angio-

Wortteil: Gefäß-


Angiologie

Lehre der Blut- und Lymphgefäße


Angstpatienten

Bezeichnung für Menschen, welche Angst vor medizinischen Behandlungen haben. Die Angst vor zahnmedizinischen Behandlungen kommt sehr häufig vor: Jeder fünfte Erwachsene hat Angst vor dem Zahnarztbesuch. Dieser Tatsache wird in zunehmendem Maße durch eine Spezialisierung von Praxen auf besondere Behandlungsmethoden Rechnung getragen.


Angst- und Hypnosetherapie

Behandlungsmethoden, die zur Überwindung von Angstzuständen oder Phobien des Patienten eingesetzt werden. In jüngerer Zeit werden in zunehmenden Maße Therapien entwickelt, die auf die besonderen Probleme von Angstpatienten abgestimmt sind.


Ankerzähne, Pfeilerzähne

Die "Nachbarzähne" einer Zahnlücke; diese dienen als Stützpfeiler zur Befestigung von Brückenkonstruktionen.


Anomalie

Abweichung von der Regel


Anomaloskopie

Methode zur Untersuchung des Farbsehens


Anorexie

Appetitlosigkeit, auch: Magersucht


Antibiotikaresistenz

Unempfindlichkeit von Bakterien gegen Antibiotika; der häufige Einsatz von Antibiotika kann zu einer zunehmenden Resistenz (Widerstandsfähigkeit, Unempfindlichkeit) der Bakterien führen.


Antibiotikum

Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten durch Bakterien; gegen Virusinfekte helfen Antibiotika nicht.


Antihypertonica

Mittel zur Behandlung des Bluthochdrucks


Aortenklappe

eine der vier Herzklappen; Auslassklappe zwischen Herzkammer und Hauptschlagader im linken Herzen


Aphasie

Zentrale Sprachstörung nach (weitgehend) abgeschlossener Sprachentwicklung;
Die Sprachstörung ist die Folge einer Schädigung der Sprachregion in der sprachführenden Kleinhirnhälfte. Bei den meisten Menschen ist dies die linke Kleinhirnhälfte (= Hemisphäre).


Aphasiebehandlung

Ziel der Aphasiebehandlung ist es, die sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern bzw. zu normalisieren. Falls erforderlich, werden nonverbale Verständigungsmöglichkeiten geschaffen.
Vor und während der Therapie werden verschiedene einheitlich gestaltete Untersuchungen durchgeführt.


Aphasie, Broca-Aphasie

Bei der Broca-Aphasie ist das Sprachverständnis meistens gut, aber die Sprachäußerung fällt schwer. Der Patient spricht eher im "Telegrammstil".


Aphasie, Wernicke-Aphasie

Bei der Wernicke-Aphasie ist das Sprachverständnis gestört. Oft gibt es einen großen Sprachfluss mit wenig Inhalt.


Aphthe

entzündliche, schmerzhafte Schleimhautveränderung im Mund; oft als Begleitsymptom von Allgemeinerkrankungen


Aplasie

Ausbleiben der Entwicklung eines Körperteils


Apnoe

Atemstillstand


Apoplexie

Schlaganfall, Gehirnschlag
(Quelle: ZVK)


Applikation

Anwendung einer physikalischen Maßnahme bzw. Verabreichung eines Arzneimittels


Applikationsart

Art und Weise, in der eine physikalische Maßnahme angewendet bzw. ein Arzneimittel verabreicht wird


Applikationsort

Stelle des Körpers, an der eine physikalische Maßnahme bzw. ein Arzneimittel angewandt wird.


Approbation

Bewilligung; staatliche Zulassung als Arzt oder Apotheker


Approximalkaries

Meint die Zahnzwischenraumkaries und ist neben der Fissurenkaries die häufigste Kariesform. Die Zahnzwischenräume sind bei der Mundhygiene schlecht zugänglich; auch die natürliche Reinigung durch die Kaufunktion ist in den Zahnzwischenräumen weitestgehend unwirksam.


Apraxie

Unfähigkeit, erlernte Einzelbewegungen oder -handlungen zu einer Gesamtheit zusammenzufügen, obwohl Bewegungsfähigkeit gegeben ist.


Apraxie, ideatorische

Unfähigkeit, sinnvolle Handlungsketten sowohl auf Kommando wie auch automatisch auszuführen; Störung im Umgang mit Objekten.


Apraxie, ideomotorische

Unfähigkeit, Gesten und einfache Bewegungen nachzumachen


Arbeitstherapie

Arbeitstherapie ist ein Behandlungsfeld der Ergotherapie, bei der Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel der Therapie eingesetzt wird.
Der Patient wechselt zunehmend aus der Rolle des Behandelten in die des Handelnden über.
Bei Menschen, die aufgrund einer psychischen, geistigen oder körperlichen Erkrankung in ihren Arbeitsfähigkeiten- und fertigkeiten beeinträchtigt sind, so dass sie einer beruflichen Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgehen können, werden arbeitstherapeutische Behandlungsverfahren angewendet.


Arbeits- und Beschäftigungstherapie

Frühere Bezeichnung der Ergotherapie vor einer entsprechenden Gesetzesnovellierung


Aromatherapie

Meint die Anwendung ätherischer Öle zur positiven Beeinflussung von Gesundheit und Wohlbefinden. Auch versteht man darunter die gezielte Behandlung von Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen als Bestandteil der Pflanzenheilkunde, oftmals im Rahmen so genannter komplementärmedizinischer Methoden.


Arterie

auch "Schlagader"; "Pulsader"; In der Regel pulsierendes Blutgefäß, welches das Blut vom Herzen weg transportiert.


Arteriosklerose

Arterienverkalkung
(Quelle: ZVK)


Arthritis

Gelenkentzündung (unterschiedlichste Ursachen)


Arthrodese

operative Gelenkversteifung


Arthrografie

Röntgenaufnahme eines Gelenks, in das zuvor Kontrastmittel gespritzt wurde.


Arthrolyse

operative Wiederherstellung der Beweglichkeit versteifter Gelenke


Arthrose

Gelenkerkrankung (unterschiedlichste Ursachen)


Arthroskopie

Gelenkspiegelung mit einem speziellen Endoskop (Arthroskop).


Artikulator

Gerät zur Nachahmung von Kiefergelenksbewegungen


Arzneimittelbudget-Ablösungsgesetz (ABAG)

Das Arzneimittelbudget-Ablösungsgesetz (ABAG) trat am 1. Januar 2002 in Kraft. Mit ihm wurden die Budgets abgeschafft, die bis dato die Ausgaben der Vertragsärzte für Arznei-, Verband- und Heilmittel gesetzlich begrenzten. Das ABAG ersetzt die Budgets durch Ausgabenvolumen und Zielvereinbarungen, die die Kassenärztlichen Vereinigungen jedes Jahr neu mit den Landesverbänden der Krankenkassen verhandeln. Dabei richten sie sich nach Rahmenvorgaben, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung zuvor auf Bundesebene mit den Kassen vereinbart.
(Quelle:ZVK)


Arznei- und Heilmittelbudget

Das 1993 eingeführte Arznei- und Heilmittelbudget ist eine gesetzlich definierte „Obergrenze für die insgesamt von den Vertragsärzten veranlassten Ausgaben für Arznei-, Verband- und Heilmittel.“
(Quelle:ZVK)


Arzt / Ärztin mit Zusatzbezeichnung (oder „Zusatztitel“) Fachgebundene Psychotherapie

Ärzte und Ärztinnen, deren Schwerpunkt in der Behandlung somatisch (körperlich) Kranker liegt, können diese Zusatzbezeichnung erwerben. Im Rahmen der dazu erforderlichen Weiterbildung lernen sie, die psychosozialen Fragestellungen ihres Faches zu erkennen und Patienten oder Patientinnen entweder selbst psychotherapeutisch zu behandeln oder - etwa an einen Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie - zu überweisen.

Fachspezifische psychosoziale Fragestellungen sind etwa beim Urologen psychogene (psychisch bedingte) Störungen der Sexualfunktion, bei der Gynäkologin psychische Probleme im Zusammenhang mit Familienplanung und Schwangerschaft, beim Hausarzt psychogene Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen und vieles mehr. Die Zusatzbezeichnung darf der Arzt zusätzlich zu seiner Facharztbezeichnung führen. Die ärztliche Zusatzbezeichnung Fachgebundene Psychotherapie lautete bis 2003 „Zusatzbezeichnung Psychotherapie“.

Alle Ärzte und Ärztinnen mit Zusatzbebezeichnung (Fachgebundene) Psychotherapie, alle Fachärzte und Fachärztinnen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Fachärzte und Fachärztinnen für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Fachärzte und Fachärztinnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie werden auch unter dem Begriff Ärztliche Psychotherapeuten zusammengefasst.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie


Asperger-Syndrom

Krankheitsbild innerhalb des Autismus
Hierbei verläuft die Sprachentwicklung weitestgehend altersgerecht, jedoch ist die Motorik unausgereift.
Diese Form des Autismus äußert sich zumeist im Alter von 3 bis 5 Jahren.


Astigmatismus

Hornhautverkrümmung


Aszitespunktion

Flüssigkeitsabnahme aus der Bauchhöhle


Ataxie

Auftreten unkoordinierter Bewegungen als Folge der gestörten Abstimmung der entsprechenden Muskelgruppen.


Atemtherapie

Die Atemtherapie zählt zu den ganzheitlichen Methoden alternativer Heilverfahren. Der Mensch wird als Einheit (Körper und Psyche) betrachtet. Die Atem- und Entspannungstherapie wird zur Verbesserung der Entspannungsfähigkeit und Stimmungsaufhellung eingesetzt. Atemtherapie ist auch vorbeugende Maßnahme und hilft, den Alltag ruhiger und konzentrierter zu bewältigen. Weiterhin sind die Übungen der Atemtherapie sinnvoll bei Schlafstörungen, Atemrhythmusstörungen, Atemwegsschwierigkeiten und anderem.

Kern der Atemtherapie ist das bewusste Wahrnehmen des eigenen Atemrhythmus', während der Körper in Bewegung ist, aber auch, wenn der Körper in Ruhe verharrt. Der Atem wird als Kraftquelle erfahren; Bewegungen im Rahmen der Atemtherapie führen dazu, dass der Atem freier fließen kann. Durch diese Therapie mit dem Atem werden Blockaden und Verspannungen gelöst und körpereigene Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt.

Ein zentrales Merkmal der Atemtherapie ist, dass nicht bestimmte Techniken des Atmens im Vordergrund stehen, sondern die intensive Wahrnehmung des eigenen Atems mit allen Sinnen.


ATL-Training

ATL = Aktivitäten des täglichen Lebens; bestimmte Aktivitäten, die mit dem Patienten eingeübt werden (waschen, anziehen, essen, u. a.)


Audiologie

Erforschung der Vorgänge beim Hören sowie der Erkrankungen der Hörorgane und die Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten.


Auflichtmikroskopie

Methode, erkrankte Hautstellen mit dem Mikroskop zu betrachten, da der zu begutachtende Teil nicht, wie bei einem normalen (Durchlicht-) Mikroskop, durch-, sondern nur angestrahlt werden muss.


Augenherpes

Ganz allgemein ist Herpes ein Hautausschlag, welcher mit Bläschenbildung einhergeht. Den meisten Menschen ist vor allem der Lippenherpes geläufig, so dass dieser automatisch assoziiert wird, wenn von dem Begriff "Herpes" die Rede ist. Doch es gibt auch noch andere Formen des Herpes, so beispielsweise auch den Augenherpes.

Es existieren verschiedene Herpesviren, die ebenso unterschiedliche Krankheitsbilder auslösen. Bei dem Augenherpes tritt eine Bläschenbildung an den Augenlidern oder der Bindehaut auf, es kann aber auch die Hornhaut betroffen sein. Da die Erkrankung zunächst häufig mit relativ wenigen oder unauffälligen Beschwerden einhergeht, ist es leider so, dass Patienten mit Augenherpes oft erst relativ spät den Augenarzt aufsuchen, zum Beispiel dann, wenn bereits Einschränkungen beim Sehen spürbar werden. Der Augenherpes liefert eines von vielen Argumenten dafür, dass man den Augenarzt unbedingt aufsuchen sollte, wenn über einen längeren Zeitraum eine Rötung des Auges vorliegt.

Ein Augenherpes sollte so rasch wie möglich medikamentös behandelt werden. So wird erreicht, dass sich die Viren des Augenherpes – von dem Augenherpes ist meist nur ein Auge, nicht beide Augen, betroffen – nicht weiter ausbreiten können. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Auge keine weiteren Schäden durch den Augenherpes erfährt.

Der Virustyp, der für den Augenherpes verantwortlich ist, ist übrigens derselbe wie bei Lippenherpes. Dabei ist Augenherpes im Erwachsenenalter nicht ansteckend, da es sich um einen Virus handelt, welcher schon längst im Körper "schlummert" und durch beispielsweise ein momentan geschwächtes Immunsystem (wieder) aktiv wird.


Augmentation

(lat.) Vergrößerung


Aurikuloakupunktur

Aurikulo ist der Fachbegriff für die Ohrmuschel. Aurikuloakupunktur, oder auch Ohrakupunktur, meint die Akupunkturtherapie, welche an dem aus elastischem Knorpelgewebe geformten und mit Haut überdeckten Teil des Ohres vorgenommen wird.


Ausdauer

Ausdauer ist die Fähigkeit, physisch und psychisch lange einer Belastung zu widerstehen, deren Intensität und Dauer letztlich zu einer Ermüdung (Leistungseinbuße) führt. Ausdauer ist auch die Fähigkeit, sich nach physischen und psychischen Belastungen rasch zu regenerieren.
(Quelle: ZVK)


Auskultation

Abhören der inneren Organe per Stethoskop


Aut idem

aus dem Lateinischen: "oder gleiches";
Ärzte können nur noch den Wirkstoff auf einem Rezept verordnen. Der Apotheker wählt aus der Palette entsprechender Medikamente mit dieser Substanz ein Präparat aus, ohne in die Therapie des Arztes einzugreifen.


Autismus

Angeborene, unheilbare Entwicklungsstörung, die sich zumeist bereits im frühen Kindesalter zeigt.
Autismus äußert sich durch Störungen der Mimik, sowie der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, wobei die Betroffenen häufig unvermögend sind, mit anderen Menschen zu kommunizieren und Gesagtes richtig aufzufassen. Auch ständig wiederkehrende Verhaltensmuster (bspw. zwanghaftes Gegenstände-sortieren oder ständiges vor- und zurückwippen) prägen das Krankheitsbild.
Hierdurch wird das Sozialverhalten enorm beeinträchtigt. Das Intelligenzniveau der Betroffenen reicht von geistiger Behinderung bis hin zu Hochbegabung.


Autogenes Training

Das Autogene Training beinhaltet Entspannungsübungen, die oft auch logopädische oder ergotherapeutische Behandlungen ergänzen. Autogenes Training ist eine Methode der Selbstbeeinflussung. Dabei wird das Ziel verfolgt, sich selbst in einen Zustand der Entspannung zu versetzen.


AVWG

Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz